Spiel ohne Grenzen

Spiel ohne Grenzen war eine in den 1960er- und 1970er-Jahren beliebte Spielshow. Bei dieser vom Westdeutscher_Rundfunk live ausgestrahlten Sendung mussten ausgewählte Städte mit ihren Mannschaften im nationalen Vergleich und danach im internationalen Vergleich bei diversen auch sportlich herausfordernden Geschicklichkeitsspielen gegeneinander antreten. Entstanden war die Idee in Frankreich, wo das Spiel zunächst auf nationaler Ebene unter dem Namen "Intervilles" gespielt wurde. Der Wettbewerb entwickelte sich im Fernsehen zu einem Quotenrenner.

In der ersten national ausgetragenen Stufe kämpften pro Jahr acht nationale Städtemannschaften (jeweils 25 Teilnehmer und 3 Reservespieler) in vier, jeweils Samstag Nachmittag ausgestrahlten Wettbewerben gegeneinander, um sich international zu qualifizieren. Die Spiele waren eine Mischung aus sportlicher und geschicklicher Herausforderung. So mussten die Teilnehmer zum Beispiel Gegenstände - häufig Behälter, in denen Wasser transportiert wurde - über (durch Schmierseife) rutschige, oft auch sich bewegende Untergründe zu einem Zielpunkt bewegen, um dabei meistens von Mitgliedern der gegnerischen Mannschaft daran gehindert zu werden. Pro gewonnenes Spiel gab es zwei Punkte; für ein Spiel konnte von jeder Mannschaft vorab ein Joker gesetzt werden, der bei einem Sieg 4 Punkte einbrachte. Das letzte Spiel wurde punktemäßig doppelt gezählt. Die siegreiche nationale Mannschaft qualifizierte sich dann für jeweils einen internationalen Vergleich.

Die zweite, nun internationale Finalrunde fand jeweils Mittwoch Abend abwechselnd in den am Wettbewerb teilnehmenden Ländern (neben Deutschland waren dies Belgien, Großbritannien, Frankreich, Italien, Niederlande, Schweiz) statt. Diese vier Wettbewerbe wurden im Rahmen der Eurovision ebenfalls live übertragen.

Die nationale Mannschaft, die das beste Ergebnis der vier deutschen Mannschaften in der zweiten Runde der internationalen Ausscheidungen erzielt hatte, durfte dann zu einer internationalen Endausscheidung reisen.

In Deutschland war Moderator Camillo Felgen (125 Sendungen von 1965 bis 1973), Co-Moderator Frank Elstner. Schiedsrichter waren unter anderem Walter Eschweiler und Heribert Faßbender.

In ähnlicher Form lebte das Spiel in der ARD Ende der 90er Jahre (wenn auch nur national) als Wettbewerb der 16 deutschen Bundesländer mit prominenter Beteiligung, übertragen aus einem Freizeitpark, auf.

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