Spitzhörnchen
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Scandentia | ||||||||||||
| Wagner 1855 | ||||||||||||
| Gattungen | ||||||||||||
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Die Spitzhörnchen oder Tupajas (Scandentia) sind eine Säugetiergruppe. Die Zugehörigkeit dieser Gruppe war lange umstritten, so wurden sie unter anderem den Insektenfressern oder Primaten zugerechnet, manchmal auch mit den Rüsselspringern zusammengeschlossen. Heute werden sie als eigene Ordnung, Scandentia, betrachtet, die nahe mit den Primaten verwandt ist. Die Ordnung umfasst eine Familie (Tupaiidae) mit rund 20 Arten in fünf Gattungen.
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Verbreitung
Spitzhörnchen sind in Süd- und Südostasien beheimatet, ihr Verbreitungsgebiet reicht von Indien und dem südöstlichen China über die Malaiische Halbinsel und die südlichen Philippinen bis zu den indonesischen Inseln Borneo, Java und Bali.
Beschreibung
Spitzhörnchen haben eine gewisse Ähnlichkeit mit langschnäuzigen Eichhörnchen (der Name Tupaja leitet sich vom malaiischen Wort für dieses Tier ab. Tatsächlich gibt es Hörnchen wie das Langnasenhörnchen, die starke Ähnlichkeiten mit diesen Tieren aufweisen, ohne dass sie näher verwandt wären.
Spitzhörnchen sind schlanke, dicht behaarte Tiere. Die langen Gliedmaßen enden jeweils in fünf Zehen, die mit scharfen, zum Klettern geeigneten Krallen versehen sind. Die Färbung des Fells variiert von rötlich bis dunkelbraun und ist meist an der Unterseite heller. Typisch ist die lange Schnauze. Das relativ große Gehirn und der Zahnkamm im Unterkiefer sind primatenähnliche Merkmale. Die Zahnformel lautet 2/3-1/1-3/3-3/3 – insgesamt also 38 Zähne.
Spitzhörnchen erreichen eine Kopfrumpflänge von zehn bis 23 Zentimetern und ein Gewicht von 40 bis 350 Gramm. Der Schwanz ist ungefähr so lang wie der Körper und je nach Gattung buschig, glatt oder bis auf die Spitze unbehaart.
Lebensweise
Mit Ausnahme des Federschwanz-Spitzhörnchens sind Spitzhörnchen tagaktiv. Sie sind schnelle Läufer und gute Kletterer. Obwohl die meisten Arten in Wäldern leben, sind sie vorwiegend Bodenbewohner. Sie sind Allesfresser, die sich sowohl von tierischer Nahrung wie Insekten und kleinen Wirbeltieren als auch von pflanzlicher Nahrung wie Früchten ernähren.
Fortpflanzung
Bemerkenswert ist die Art der Brutpflege. Meist noch während der Tragzeit legt das Weibchen ein eigenes Nest für die Jungtiere an. Unmittelbar nach der Geburt, die in diesem Nest erfolgt, werden die Jungtiere gesäugt, danach kommt die Mutter nur mehr alle zwei Tage vorbei, um ihren Nachwuchs für rund 15 Minuten zu stillen. Ihre Milch ist sehr fetthältig, sodass die Jungtiere, die bei der Geburt nackt und blind sind, trotzdem schnell wachsen. Nach rund fünf Wochen werden sie entwöhnt und erreichen nach wenigen Monaten die Geschlechtsreife.
Die Lebenserwartung der Spitzhörnchen dürfte in freier Natur bei rund zwei bis drei Jahren liegen, in menschlicher Obhut werden die Tiere bis zu zwölf Jahre alt.
Bedrohung
Hauptbedrohung für die Spitzhörnchen ist der Verlust des Lebensraums, sieben Arten werden von der IUCN als gefährdet oder bedroht gelistet, wobei für viele Arten keine genauen Daten vorliegen.
Gattungen
Die Spitzhörnchen werden in zwei Unterfamilien mit insgesamt fünf Gattungen unterteilt:
- Unterfamilie Ptilocercinae
- Federschwanz-Spitzhörnchen (Ptilocercus lowii)
- Unterfamilie Tupaiinae
- Eigentliche Spitzhörnchen (Tupaia) mit 14 Arten, darunter das Gewöhnliche Spitzhörnchen (T. glis)
- Indisches Spitzhörnchen (Anathana ellioti)
- Philippinen-Spitzhörnchen (Urogale everetti)
- Bergtupajas (Dendrogale) mit 2 Arten
