St. Gallen (Stadt)

Wappen
98px|Wappen von St. Gallen
Basisdaten
Kanton: St. Gallen
Bezirk: Wahlkreis St. Gallen
BFS-Nr.: 3203
PLZ: 9000
Koordinaten: 47° 25' n. Br.
9° 22' ö. L.
Höhe: 675 m ü. M.
Fläche: 39.41 km²
Einwohner: 70'628 (1. Januar 2004)
Website: www.stadt.sg.ch
Karte
299px|Karte von St. Gallen

Sankt Gallen (engl. St. Gall, fr. St-Gall, it. San Gallo, rät. Sogn Gagl) ist eine Stadt in der Schweiz und die Hauptstadt des gleichnamigen Kantons Sankt Gallen.

Die durch den irischen Mönch Gallus im 7. Jahrhundert gegründete Stadt Sankt Gallen zählt 74'867 Einwohner (November 2003). Mit rund 700 m ü.M. ist St. Gallen eine der höchstgelegenen Städte der Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

St. Gallen besteht aus den ursprünglichen Dörfern und Weilern Bruggen, Hafnersberg, Helligkreuz, Kräzern, Krontal, Lachen, Notkersegg, Riet, Rotmonten, Sankt Fiden, Sankt Georgen, Sittertal und Winkeln, welche heute fast alle in die Stadt eingegliedert haben und so Stadtbezirke geworden sind.

Geschichte

Gründung der Stadt

thumb|left|Älteste Darstellung der Stadt St. Gallen (etwa 1545)

Die Anfänge der Siedlung Sankt Gallen gehen auf den irischen Mönch St. Gallus (* um 550; † 620 oder 640) zurück, der 612 am Fluss Steinach eine Einsiedlerklause errichtete.

Nach seinem Tod entwickelte sich die Klause rasch zu einer Wallfahrtsstätte.







Gründung der Abtei Sankt Gallen

thumb|left|St. Galler Stiftskirche im Winterkleid

Um etwa 720, also hundert Jahre nach dem Tod Gallus', gründete der Alemannische Priester Othmar zu Ehren Gallus am Wallfahrtsort eine Abtei und gab ihr den Namen Sankt Gallen (siehe: Fürstabtei St. Gallen).

Sankt Gallen wurde zu einer Zufluchtstätte für irische Gelehrte und Künstler, welche in ihrer Heimat von den Wikingern sowie den Dänen verfolgt wurden. Es wurden weitere Orte oder Kirchen nach Gallus benannt. Ein sehr bemerkenswerter Originalplan eines Klosters, der in der ehemaligen Stiftsbibliothek von St. Gallen aufbewahrt wird und um 820 entstand, vermittelt eine akkurate bildliche Darstellung des idealen Klosters mit allen dazugehörigen Details. Hier befindet sich auch der bedeutendste frühmittelalterliche Bestand von Originalurkunden im gesamten Bereich nördlich der Alpen. Allein aus dem 9. Jahrhundert sind fast 600 Urkunden erhalten.

Sankt Gallen liegt am Jakobsweg von Rorschach nach Einsiedeln



Reformation

Ab 1526 führte der damalige Bürgermeister und Humanist Joachim von Watt (Vadian) die Reformation in St. Gallen.

Politik

thumb|St.Galler Altstadt im Klosterviertel Die Legislative der Stadt ist das Stadtparlament (früher Grosser Gemeinderat), dessen 63 Mitglieder alle vier Jahre vom Volk gewählt werden. Das Stadtparlament trifft sich monatlich zu öffentlichen Sitzungen. Der aus fünf Mitgliedern bestehende Stadtrat bildet die Exekutive und wird ebenfalls für jeweils vier Jahre gewählt.

Stadtrat

Die fünf Mitglieder des Stadtrates sind je für eine Direktion zuständig. Die Aufteilung für 2005 wurde am 2. November 2004 festgelegt und sieht wie folgt aus.

Stadtrat Partei Direktion
Franz Hagmann CVP Inneres und Finanzen
Hubert Schlegel FDP Soziales und Sicherheit
Elisabeth Beéry Siegwart SP Bau und Planung
Fredy Brunner FDP Technische Betriebe
Barbara Eberhard-Halter CVP Schule und Sport

Mitglieder des Stadtrats von 2005-2008

Stadtpräsident

Der aktuelle Stadtpräsident ist Franz Hagmann (CVP).

Parteien

Die letzten Wahlen fanden am 26. September 2004 statt (zweiter Wahlgang 31. Oktober). Sie ergaben folgende Sitzverteilung:

CVP SP FDP SVP Grüne EVP PFG Total
Grosser Gemeinderat 12 17 13 11 7 2 1 63
Stadtrat 2 1 2 - - - - 5
Stadtpräsident 1 - - - - - - 1
Total 15 18 15 11 7 2 1 69

Verkehr

Der Hauptbahnhof St. Gallen ist für die Ostschweiz zentral. Von St. Gallen aus sind das Rheintal, der Bodenseeraum, Appenzell, und die Zentralschweiz gut mit der Bahn erreichbar. St. Gallen ist auch das Zentrum der S-Bahn St. Gallen. Der Flughafen Zürich ist eine Stunde entfernt. Der nächste Flughafen ist der Flughafen St. Gallen-Altenrhein, von welchem vor allem Flüge nach Wien fliegen.

Neben dem Hauptbahnhof verfügt St. Gallen über drei Bahnhöfe der Schweizerischen Bundesbahnen, St. Gallen St. Fiden, St. Gallen Bruggen und St. Gallen Winkeln sowie der Bahnhof St. Gallen Haggen der Südostbahn. Daneben verbindet die Trogenerbahn St. Gallen mit Speicher und Trogen und die Appenzeller Bahnen mit Gais und Appenzell.

Die Stadt verfügt über ein dichtes Busnetz der Verkehrsbetrieben der Stadt St. Gallen (VBSG). In der Stadt fährt auch die Bergbahn Mühleggbahn ins Naherhohlungsgebiet Drei Weiern. Bis 1957 verfügte St. Gallen zudem über eine Trambahn, die Trambahn der Stadt St. Gallen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Museen

Musik

Bauwerke

thumb|Luftbild der Stadt St. Gallen

Parks

Panorama

800px|Panoramabild von St. Gallen

Regelmässige Veranstaltungen

Siehe auch

St. Gallen im Spiegel der Literatur

Weblinks



See also: St. Gallen (Stadt), 1526, 1828, 1893, 1897, 1936, 1957