St. Ulrich und St. Afra (Kreuzlingen)

thumb|250px|left|St. Ulrich und Afra, Klosterkirche des ehemaligen Augustinerstifts Kreuzlingen Das Augustinerstift Kreuzlingen wurde 1125 vom Konstanzer Bischof Ulrich I. gegründet. Nachdem Konstanzer das Kloster zweimal, 1499 und 1633, niedergebrannt hatten, wurde es einen Kilometer südöstlich wiederaufgebaut. Die Kirche St. Ulrich und Afra zwischen 1650 und 1653 durch den Konstanzer Stadbaumeister Stephan Gunertsreiner und Steinmetz Melchior Gruber. Die Ölbergkappelle wurde 1760 gebaut, vier Jahre später erfolgte die Umgestaltung von Kirche und Teilen des Klosters im Stil des Rokokos. Kurz vor Abschluss der Gesamtrenovation der Kirche brannte sie vom 19. bis 20. Juli 1963 ab und wurde zwischen 1963 bis 1967 unter der Leitung von Hans Burkard wiederaufgebaut.

Die Deckengemälde von Franz Ludwig Herrmann zeigen Szenen aus dem Ordensleben des heiligen Augustinus. Das prächtige Chorgitter wurde 1737 von Jakob Hoffner hergestellt. Die überlebensgrossen Statuen der Kirchenpatrone St. Ulrich und St. Afra wurden von Hans Christoph Schenk geschaffen. Besonders sehenswert ist die Ölkapelle mit Gnadenkreuz und Kalvarienberg. Das Deckenbild zeigt Moses mit der ehernen Schlange und stammt ebenfalls von Franz Ludwig Herrmann (1761). Der aus Buchenstücken zu Grottenwerk gestaltete Ölberg von Innozenz Beck wird von 250 originalen, ungefähr dreissig Zentimeter hohen Statuen aus Arvenholz stammen aus den Jahren 1720-30 und wurden in einer südostalpenländischen Werkstatt geschnitzt.

Literatur

See also: St. Ulrich und St. Afra (Kreuzlingen), 1125, 1499, 1633, 1650, 1653, 1737, 1760, 1761, 1963