Staigue Fort

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Staigue Fort, Irland

Ringforts gibt es auf Irland einige hunderte, davon aber wieder nur einige wenige, die besondere Aufmerksamkeit erwecken.

Eines davon ist Staigue Fort (Cathair na Stéige) im Süden der Halbinsel Iveragh, welche vom „Ring of Kerry“ umrundet wird. Es gehört neben dem Grianán of Aileach im Norden der Insel im County Donegal zu den wohl besterhaltenstens. Vom kleinen Dorf Castlecove fährt man auf enger Straße landeinwärts und nach etwa 5km erreicht man sodann einen für Besucher angelegten Parkplatz. Schon von diesem Parkplatz aus sieht man dieses sehr gut erhaltene Steinfort.

Imposant ragt die bis zu 5,5 Meter hohe und bis zu 4 Meter dicke Rundmauer empor. Der Durchmesser der Anlage beträgt ca. 27 Meter. Eine niedere, für heutige Verhältnisse wohl zu niedere Toröffnung führt ins Innere. Daneben gibt es auf der Innenseite zwei in die Mauer eingelassene Kammern. Die Decken der Kammern sind so mit Steinplatten ausgelegt, dass sie absolut wasserdicht sind und ähneln damit auch der Grabkammer von Newgrange. Es führen mehrere Treppen hinauf auf die Krone der Mauer.

Der Zutritt ist frei. Am Eingang ist aber eine Büchse angebracht mit dem Ersuchen, doch einen kleinen Erhaltungsbeitrag für dieses Kulturgut zu leisten. Ob dies eine Aufforderung von "offizieller Seite" ist oder nur der Wunsch des Farmers, dem das Land gehört, konnte nicht festgestellt werden.

Zu welchem Zweck dieses Ringfort errichtet wurden, ist bis heute noch nicht geklärt. Manche glauben, dass es sich um eine Verteidigungsanlage handelt. Dafür spricht auch die Lage mit dem sicheren Schutz der Berge im Rücken und der guten Einsehbarkeit des Tales nach Süden. Andere sehen darin aber eher nur einen sicheren Nachtplatz für Mensch und Tier. Die Datierung der Anlage ist sehr schwierig. Es wird aber vermutet, dass dieses Steinfort noch einige hundert Jahre vor Christi Geburt entstanden ist.

Etwas südlich des Ringforts befindet sich an der Straße eine alte, aus Stein errichtete Brücke. Überquert man diese Brücke zu Fuß, so erreicht man nach etwa 50 Metern einen Zaun. Dieser ist zu überklettern und danach geht man noch etwa 100 Meter rechts den Hügel hinan. Dort erreicht man einige Felsplatten, die mit zahlreichen Einritzungen versehen sind. Die Entzifferung ist schwierig und ist bislang auch noch nicht wirklich erfolgreich gewesen.

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