Stausee Ottenstein

Der Stausee Ottenstein ist ein Speicherkraftwerk im Oberlauf des Kamp im Waldviertel. Er wurde von der EVN in den 1950er Jahren errichtet. Der Stausee reicht zurück bis zum Stift Zwettl. Das Gebiet liegt auf dem während der NS-Zeit entvölkerten Truppenübungsplatz Döllersheim.

Hinter der Gewölbestaumauer, die eine Höhe von 69 m aufweist, werden bei Vollstau 73 Millionen m³ aufgestaut. Die Wasserfläche beträgt 4,3 km² auf.

Im Kraftwerk sind vier Francis-Turbinen mit einer Leistung von je 12 MW installiert, die eine Wassermenge von bis zu 100 m³/sek benötigen. Sie fließen direkt in den Dobra-Speicher ab.

Über dem Stausee liegt die Burg Ottenstein. Der Stausee selbst belebt den Tourismus der Region. So sind sportliche Betätigungen möglich. Auch Erholungsheime sind angesiedelt.

In die Schlagzeilen ist der Stausee beim Jahrhunderthochwasser im Jahr 2002 gekommen, dass durch falsches Ablassen das Hochwasser begünstigt worden sein soll. Es wurde aber niemandem schuldhaftes Vorgehen nachgewiesen.

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