Stecklikrieg

thumb|Einschussloch aus dem Stecklikrieg in Bern

Der Stecklikrieg war ein föderalistischer Aufstand gegen die Helvetische Republik im Sommer 1802.

Er erhielt seinen Namen von den Stecken, der bevorzugten Waffe der Putschisten bäuerlicher Herkunft.

Bei der Belagerung Berns führten die Aufständischen auch eine Kanone mit, mit der sie einen einzigen Schuss in Richtung Stadt abgaben. Die Kugel traf die Ecke eines Hauses am Läuferplatz, das in den 1950er Jahren abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wurden. Der Neubau bekam das Mauerstück mit dem Einschussloch mit der Inschrift Stäcklichrieg 1802 in die Fassade eingesetzt.

Der Aufstand wurde von den Truppen Napoleon Bonapartes niedergeschlagen, bewirkte aber, dass dieser in der Mediationsakte von 1803 den helvetischen Einheitsstaat aufgab und Zugeständnisse an den Föderalismus machte.

Das William Wordsworths Gedicht Thought of a Briton on the Subjugation of Switzerland und Friedrich von Schillers Arbeit am Wilhelm Tell gehen unmittelbar auf den Stecklikrieg zurück.

Weblinks

See also: Stecklikrieg, 1802, 1803, 1950er, Bern, Friedrich von Schiller, Föderalismus, Helvetische Republik, Historisches Lexikon der Schweiz, Mediationsakte