Stehendes Heer

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Im Gegensatz zu den erst bei Bedarf aufgestellten Truppen, bezeichnet ein Stehendes Heer eine dauernd unter Waffen stehende und damit jederzeit einsatzbereite Armee.

Z.B. wurde ein solches von dem französischen König Karl VII. aufgestellt. Karl wollte verhindern, dass Söldner, die nach dem Ende des Hundertjährigen Kriegs keine Aufgabe mehr hatten, weiterhin plündernd durch das Land zogen und gab ihnen eine Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Im 18. Jahrhundert lösten stehende Heere die bis dahin übliche Praxis ab, Armeen bei Bedarf auszuheben, sei es durch Zwangsverpflichtung der Zivilbevölkerung oder den Ruf an Vasallen und Lehensnehmer, sei es durch die Anwerbung von Söldnern.

Im Absolutismus war das stehende Heer eine der wichtigen Stützen der herrscherlichen Macht, denn die Soldaten konnten nicht nur gegen äußere Feinde, sondern auch zur Unterdrückung von Aufständen und Unruhen im Inneren eingesetzt werden. Außerdem ließ sich ein gut gedrilltes Heer, in dem alle die gleichen Uniformen trugen, sehr gut für repräsentative Zwecke verwenden, die für die absolutistischen Herrscher sehr wichtig waren. In die Schlacht schickte man sein Heer dagegen nur ungern. Da die Ausbildung der Soldaten teuer war, mussten sie möglichst geschont werden.

Eine Armee, die nur bei Bedarf einberufen wird, ist wesentlich billiger als ein Stehendes Heer.

See also: Stehendes Heer, 18. Jahrhundert, Absolutismus, Armee, Hundertjähriger Krieg, Lehen, Söldner, Truppe, Vasall