Steinach (Thüringen)

Wappen Karte
140px|Wappen der Stadt Steinach 140px|Deutschlandkarte, Position von Steinach hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Sonneberg
Fläche: 26,35 km²
Einwohner: 4.901 (31.12.2002)
Bevölkerungsdichte: 186 Einwohner je km²
Höhe: 622 m ü. NN
Postleitzahl: 96523
Vorwahl: 036762
Geografische Lage: 50° 26' n. Br.
11° 10' ö. L.
Kfz-Kennzeichen: SON
Gemeindeschlüssel: 16 0 72 019
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markplatz 4
96523 Steinach
Offizielle Website: www.steinach-thueringen.de
Politik
Bürgermeister: Maria Greiner (CDU)

Steinach ist eine Kleinstadt am Südhang des Thüringer Waldes. Sie ist vor allem durch Tourismus und Wintersportanlagen geprägt. Steinach ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Steinach liegt im Tal der Steinach. Es ist im Nordosten durch den Großen Tierberg begrenzt. Der Kleine Tierberg (Bocksberg) ragt wie ein Horn in die Stadt hinein und ist besiedelt. Im Süd-Westen wird Steinach durch Lerchen- und Mühlberg begrenzt. Der Fellberg und der Steinheider Berg engen die Ausbreitung der Stadt im Westen bis Nordwesten ein. Im Norden grenzt Steinach an den Göritzberg. In die Steinach münden das Goldbächlein und die Göritz. Im Nordosten, Richtung Haselbach, befindet sich der Wismutteich - ein durch die ehemaligen SDAG Wismut ausgegrabenes Loch, das sich allmählich mit Wasser fühlte. Schwimmen ist verboten.

Wappen

Das Wappen zeigt auf beiden Seiten die wichtigsten Industriezweige, die in Steinach etabliert sind oder waren. Auf der Linken sind Schiefergriffel und Schiefertafeln zu sehen, die von Steinach aus in die ganze Welt exportiert wurden. Auf der rechten Seite symbolisieren die übereinander gestapelten Würfel die Spielzeugindustrie in Steinach. In der Mitte fließt die Steinach.

Geschichte

thumb|right|Blick vom Fellberg (842 m) auf Steinach

Politik

Der Stadtrat setzt sich aus Mitgliedern der CDU, PDS, SPD, FDP, Feuerwehrverein e.V. und GFS zusammen.

Wirtschaft

Die Wirtschaft Steinachs ist vor allem durch den Tourismus und hier im besonderen Maße durch den Wintersport geprägt. Vor allem die Skiarena auf dem Silbersattel (Fellberg) ist bei vielen Touristen beliebt. Ein weiteres Standbein der Wirtschaft ist die Spielzeugindustrie (Marolin, Plaho, Ogas).

Verkehr

Folgt man der Lauschaer Straße in Richtung Norden gelangt man nach Steinheid, Lauscha und schließlich nach Neuhaus am Rennweg. Im Süden führt die Sonneberger Straße nach Blechhammer, Hüttengrund und schließlich nach Sonneberg. Die Haselbacher Straße führt nach Haselbach, Hasenthal und Eschenthal und der Alte Hämmerer Weg nach Mengersgereuth-Hämmern. Die Bahn-Linie verläuft längs durch Steinach von Sonneberg nach Lauscha.

Öffentliche Einrichtungen

Ämter

Freizeit- und Sportanlagen

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Regelmäßige Veranstaltungen

Persönlichkeiten

Sonstiges

Der Steinacher Mundart ist die nordöstlichste Variante des Itzgründischen, das am Rennsteig, der eine markante Sprachgrenze ist, ins Südostthüringische übergeht. Die Steinacher Mundart gehört noch zu den mainfränkischen Dialekten. Als Beispiel für die Mundartdichtung ist hier ein Gedicht über die Spitznamen der Stadt aufgeführt. Der Verfasser ist unbekannt.

Wenn's in unnerä großn Stänich 
 käna Spietznama gähm töt, 
 wenn ne fast a jedä Haushalt
 extra an Spietzname het,
 es wöer a Jammä fürsch Finanzamt,
 fä dä Post, Gemäh unn Bah.
 Doch die Sach is gut geregelt,
 stets hängt mä an Spietznama nah.
 Kümmt amohl a Luftschnappä
 und wäss neh wuh naus wuh nah,
 hott bloß Luthard, Greiner, Scheler
 unn es is käh Spietznama drah.
 Äs is a Plouch! Unn döss Fahdä-
 leichta is fä söttä Leut,
 schreib iech an Täl Spietznama auf.
 Nu oacht amohl gescheit därauf:
 Spitzä, Schleifä, Ev unn Bitsch
 Heppl, Mappl, Spark unn Litsch,
 Bräuä, Polä, Prassler, Summs,
 Krack, Kunnsummä, Klohs unn Schnumms,
 Schnappä, Blachä, Gückelhah, 
 Nickelfritz und Kläna-Mah.
 Pumpä, Pfaff unn dä Hannad,
 Dahmä, Fönfä, Bachla, Rat,
 Dowees, Kertel, Mäureshans,
 Idl, Hoarzä, Schott, Brothans,
 Beierschheinä, Frützä, Ech,
 Abbu, Kutschä, Futt und Blech,
 Gehlerschheinä, Dolf unn Vitt,
 Tapfä-Waltä, Invalid.
 Kaas unn Ziehfritz, Sanderschbeck, 
 Süd unn Gräsä, Mödl, Schreck,
 Störmä, Schustä, Ali unn Mundl,
 Käfmah, Dorfhüttnä unn Kunnl,
 Pfopfäbeck, Pfäffäküchlä, Aschebutt unn Fummel,
 Speerhackä, Krappelkaspä, Jüdenlang und Gumpel.
 Achtela, Anneboar, Gäge unnd Papp,
 Vettelä, Ahlä, Deutä und Krapp,
 Pimpim, Lampä, Strahlä, Brätt,
 Absatz, Hamel, Pudel, Fätt,
 Kött unn Struwel, Buchä, Link,
 Danel, Spess, Spieß und Fink,
 Dackel, Krienetz, Laatsch unn Datsch,
 Boarfassä, Meestä, Veit und Pfatsch,
 Sandäna, Schiffs- unn Hameräsanda,
 Schulmästä, Silbernickel unnd Kantä,
 Mienzä, Löttä, Böhlä, Gart,
 Peterla, Harings-Paul unn Schoart,
 Schlazä, Nixä, Eul undn Kretl,
 Kläss unn Mäuslä, Waschgestell,
 Humanns-Rott, Frost unn Ziehnä,
 Schnabel, Bleifroosch unn dä Wienä,
 Anwalt, Saml, Schülzla, Geier,
 Töffel, Paulsrott, Ehzee, Leier,
 Guggug, Hazog, Preuß unn Sachs,
 Stöff und Lässä, Schulalt, Schwamm,
 weitä bräng ich kähna zamm.
 Unn beinah het ich die vägässn, 
 die wuh neh genennt wölln sei,
 wie zum Beispiel Stoffl, Rupp,
 Steigä, Hellauf, Lafftä, Kupp,
 Mühlpöpela, Nousenkönig, Moppä,
 Wühlä, Sausä, Steff und Rottä.
 Unn nu schließlich ganz zäletzt
 wöard Öler, Sock unn Edä nagesetzt.
 

Kulinarische Spezialitäten

Literatur


See also: Steinach (Thüringen), 1058, 1519, 1567, 1633, 1652, 1660, 1684