Steinmetz
Steinmetze oder Steinbildhauer bearbeiten Naturstein und Kunststein mit Werkzeugen und Maschinen.
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Überblick
Der Beruf des Steinmetz ist einer der ältesten Handwerkerberufe und reicht bis weit vor die antiken Hochkulturen zurück. Die Steinmetze waren im Mittelalter in einer Bauhütte organisiert und versahen jeden Werkstein mit ihrem persönlichen Zeichen, dem Steinmetzzeichen. Vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert war es bei den Steinmetzen, ähnlich wie bei den Zimmerleuten üblich, dass ein Geselle nach der Lehrzeit auf die Walz ging.
Heute ist es (in Deutschland) ein handwerklicher Ausbildungsberuf mit dreijähriger Ausbildung, die mit dem Anfertigen eines Gesellenstückes sowie einer theoretischen und praktischen Prüfung endet.
Während der Steinmetz mit der Fachrichtung (Bautechnik) eher Teile wie Fassadensteine, Treppen, Fensterbänke, Küchenarbeitsplatten, (und um das alte Klischee zu bedienen natürlich auch) Grabsteine anfertigt und auch verbaut/versetzt, ist der Steinmetz mit der Fachrichtung (Steinbildhauer) eher ein Kunsthandwerker, der wie andere Küstler mehr oder weniger kreative Dinge aus Stein herstellt.
Typische Werkzeuge des Steinmetzes und Steinbildhauers sind:
- Knüpfel aus Holz, Metall oder Gummi
- Fäustel
- Sprengeisen
- Scharriereisen
- Spitzeisen
- Schlageisen
- Steinspalthammer
- Winkel
- Zirkel
- Richtscheit
- Elektrische/Pneumatische Handschleifmaschine
- Elektrische/Pneumatischer Winkelschleifer (Flex)
Steinmetzzeichen
Steinmetzzeichen ist meist ein geometrisches oder ornamentales, manchmal monogrammatisches Zeichen als persönliches Signum eines Steinmetzen, um die Abrechnung von Steinmetzarbeiten zu erleichtern, oder auch als Gütezeichen. Steinmetzzeichen kommen seit der Antike vor, werden aber erst in spätromanischer Zeit allgemein gebräuchlich. In der Gotik führt jeder Steinmetz als Angehöriger einer Bauhütte ein entsprechendes, persönliches Steinmetzzeichen. Vor allem bei spätgotischen Bauten trägt jeder verbaute Stein ein Zeichen. Die leitenden Meister brachten ihr Zeichen im Schild an, das so genannte Meisterzeichen.
Literatur
- Schneider Über die Steinmetze, 1872
- Max Hasak Haben Steinmetze unsere mittelalterlichen Dome gebaut ?, 1895
- L. Schwarz Die deutschen Bauhütten des Mittelalters und die Erklärung der Steinmetze, 1926
- E. Weiß Steinmetzart und Steinmetzgeist, 1927
- R. Wissel Des alten Handwerks Recht und Gewohnheit, 1929
- R. Thiele Steinmetzarbeiten in der Architektur, Fachbuchverlag 1957, ISBN B0000BOJWM
Weblinks
Siehe auch: Berühmte Steinmetze, Zunft
Kategorie:Handwerksberuf
