Sten Gun
Die Bezeichnung Sten Gun wurde für eine Reihe von sehr einfach konstruierten, aber dennoch zuverlässigen, Maschinenpistolen der britischen Streitkräfte im 2. Weltkrieg verwendet. Die Mitarbeiter des britischen Staatsarsenals Major Reginald V. Shepperd und Mister Harold J. Turpin entwickelten diese Waffe 1941 und die Waffenfabrik Enfield Firearms (daher die Bezeichnung) produzierte bis Mitte 1942 die ersten 100.000 Stück der Sten Mark I (kurz Sten Mk. I, MK 1).
Die Sten Gun wurde entworfen und produziert, da man eine Invasion Englands durch Deutschland befürchten musste. Besonders die hohen Materialverluste bei der Evakuierung von Dünkirchen und die Verwundbarkeit amerikanischer Transporte durch deutsche U-Boote führten zu einem Versorgungsengpass bei den automatischen Waffen.
Im Juni 1941 wurde die äußerst einfach und grob gefertigte Sten Mk. I bei der Armee eingeführt. Es wurden auch noch weitere, bessere und billigere Versionen (Sten Mark II, III, IV, V und VI) produziert, die teilweise sogar Schalldämpfer besaßen. Die einfachste Version, die Mark III, benötigte nur 5 Arbeitsstunden in der Produktion.
1944 wurde die letzte Version, die MK 5, hergestellt und mit dieser Variante erlangte der Gesamtausstoß aller so bezeichneten Waffen eine Höhe von ca, 3.570.000 Stück. Sie dienten bei vielen Armeen der Welt bis weit in die 60er Jahre.
Die Waffe wurde ebenfalls von Partisanen und die Schallgedämpfte Variante von Spezial-Einheiten benutzt.
Das Konzept größtmöglicher Einfachheit teilte die Sten Gun mit der zeitgleich entwickelten und produzierten US-amerikanischen M3 "Grease Gun" (engl.)
Weblinks
- Sten gun (englisch)
- waffenhq.de - Sten MPi
Sten Gun
