Stereogramm

Ein Stereogramm ist eine Abbildung, bei der bei entsprechender Betrachtung eine räumliche Tiefenwirkung sichtbar wird. Der Begriff Autostereogramm wird hierbei für Abbildungen verwendet, bei denen die Stereoinformationen sich nicht als Stereopaar darstellen und die außerdem ohne technische Hilfmittel betrachtet werden können. Insofern sind alle SIRDS, SIS und Holusionen Autostereogramme. Stereobildpaare und Anaglyphen sind keine Autostereogramme.

Inhaltsverzeichnis

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Stereobildpaar

Eine einfache Methode besteht darin zwei stereoskopische Halbbilder nebeneinander abzubilden, mit einer speziellen Blicktechnik (dem Kreuzblick oder Parallelblick) können sie dann betrachtet werden. Da dies jedoch für ungeübte nicht immer einfach ist, gibt es spezielle Prismenbrillen, die etwas Erleichterung bringen.

Die Sehtechniken des Kreuzblicks und Parallelblicks werden in dem Artikel Stereoskopisches Sehen behandelt. Es bedarf keiner besonderen Voraussetzungen, um das hilfmittellose Betrachten von Stereobildern zu erlernen.

Bild:Mh stereogramm halbbilder.png

Anaglyphenbilder

Bei den Anaglyphenbildern werden die beiden Halbbilder übereinander gedruckt, wobei beide Halbbilder in Komplementärfarben eingefärbt werden. Mit einer entsprechend gefärbten Brille, wird für jedes Auge das richtige Halbbild herausgefiltert. Meist werden die Farben Rot und Blau bzw. Rot und Grün verwendet.

Bild:Mh stereogramm anaglyphentechnik.png

Zufallspunkt-Raumbilder

Bei seinen Forschungen entdeckte Dr. Bela Julesz 1959, dass die Wahrnehmung der räumlichen Tiefe erst in Gehirn stattfindet. Hierzu experimentierte er mit einer speziellen Sorte von Stereobildpaaren, die nur zufällig verteilte Punkte enthielten. Die Raumwirkung entsteht nur durch die Parallaxe. Auf dem folgenden Bild ist ein Kreis zu erkennen.

Das Prinzip, das Hinter den Zufallpunkt-Raumbildern besteht ist, dass ein Zufallspunkt-Bild erzeugt wird. Die räumlichen Unterschiede werden als Differenz in dem zweiten Bild erzeugt. Aus dem Unterschied eines Punktes auf dem ersten Bild, und seiner veränderten Lage auf dem Zweiten Bild ergibt sich der Höhenunterschied. Das funktioniert deswegen so gut, weil das Gehirn versucht, die beiden Bilder zur Deckung zu bekommen.

Bild:Mh stereogramm randomdot.png

SIRDS

Die nächste Entwicklung folgte mit dem Single Image Random Dot Stereogram (SIRDS), das ein einzelnes Großes Bild ist. Entwickelt wurde diese Art der Stereogramme von Christoper Tyler und Maureen Clarke gegen 1979.

Die Vorgehensweise bei der Erstellung des SIRDS ist ähnlich wie bei der Erstellung des Zufallspunkt-Bildpaares. Der Unterschied liegt darin, das kein ganzes Zufallspunkt-Bild erzeugt wird, sondern erstmal ein Streifen. Von diesem Streifen wird ein Differenzstreifen berechnet, der direkt an den Urstreifen angehängt wird. zu dem Differenzstreifen wird ein weiterer Differenzstreifen berechnet, und so weiter, bis das ganze Bild komplett ist. Dabei ist es vorteilhaft, den Urstreifen in die Mitte zu legen, und links und rechts davon die Differenzstreifen zu legen. Das läßt sich besonders bei dem weiter unten abgebildeten SIS verstehen.

400px|SIRDS

SIS

Gegen Mitte der 1980er wurden begonnen, die Zufallsmuster durch richtige Bilder zu ersetzen. Das Single Image Stereogram (SIS) erlebte dann in den 1990ern einen großen Boom, nachdem Tom Baccei die Buchserie Das Magische Auge (engl. Magic Eye) herausbrachte. 400px|SIS

Animation

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Animiertes Stereogram

Siehe auch: Stereoskopie

Literatur:

Weblinks

See also: Stereogramm, 1959, 1979, 1980er, 1990er, Anaglyphenbild, Komplementärfarbe, Stereoskopie, Stereoskopisches Halbbild, Stereoskopisches Sehen