Sternenkaiser

Der Sternenkaiser ist eine fiktive Figur aus mehreren Science-Fiction-Romanen von Andreas Eschbach. Während Eschbachs Romane inhaltlich unabhängig voneinander sind, zieht sich die Person des Sternenkaisers als roter Faden durch die Bücher.

Sternenkaiser sind allmächtige Herrscher, die grosse Teile des bekannten Universums (in Die Haarteppichknüpfer mehrere hunderttausend Planeten) in einer absoluten Militärdiktatur beherrschen. Obwohl oder weil der Sternenkaiser ein Mensch oder ein Humanoid ist, strebt er nach Gottgleichheit: Einerseits trachtet er danach, alle von Menschen besiedelten Himmelskörper zu erobern. Auf der anderen Seite strebt er nach Unsterblichkeit; in Quest (Roman) erfährt man, dass mehrere Generationen von Sternenkaisern ihre Lebensspanne mit wissenschaftlichen Mitteln immer mehr ausdehnen konnten, bis der letzte tatsächlich das ewige Leben erreicht hatte.

Ein Sternenkaiser in den Haarteppichknüpfern beschließt nach einer hunderttausendjährigen Lebensspanne schliesslich, seinem Leben freiwillig ein Ende zu setzen, da er anscheinend alles ausgekostet hat, was das Universum hergibt, eine pragmatische und fast fatalistische Sicht Eschbachs auf den Menschheitstraum "Ewiges Leben".

Die Figur des Sternenkaisers stellt die extremste Form des Solipsismus dar: "Nur ich zähle mit meinen Wünschen und Begierden, und ich will alles". Sie erinnert stark (und ist vielleicht davon inspiriert) an historische extrem ichbezogene Diktatoren, so an Adolf Hitler oder an Alexander den Großen.

Die Figur des Sternenkaisers entwickelt sich zu einem Topos in der deutschsprachigen Science-Fiction-Szene; so wird sie im Browserspiel Weltenraum verwendet.

See also: Sternenkaiser, Adolf Hitler, Alexander der Große, Andreas Eschbach, Die Haarteppichknüpfer, Ewiges Leben, Menschheitstraum, Militärdiktatur, Solipsismus, Topos