Steve McQueen

Steve McQueen (* 24. März 1930 in Indianapolis, USA; † 7. November 1980 in Juárez, Mexiko; eigentlich Terence Steven McQueen) war ein amerikanischer Film- und Fernsehschauspieler, der sich auch als Amateurrennfahrer versuchte. Er hatte Zeit seines Lebens das Image des harten Burschen und Draufgängers.

Leben

Er hatte seinen ersten Filmauftritt 1956, in dem Boxerfilm Somebody Up There Likes Me (Die Hölle in mir). Er spielte in zwei Szenen ein Mitglied einer Jugendbande. Durch die Hauptrolle des Boxers Rocky Graziano in Somebody Up There Likes Me wurde übrigens Paul Newman bekannt, mit dem er 1974 den Katastrophenfilm The Towering Inferno (Flammendes Inferno) drehte, in dem sie in zwei gleichgroßen Rollen auftraten. Paul Newman spielte in The Towering Inferno einen Architekten, Steve McQueen den Feuerwehrchef.

Zum Star wurde er 1960 durch den Western The Magnificent Seven (Die glorreichen Sieben), in dem sieben Revolverhelden, Glücksspieler und Abenteurer einem Dorf in Mexiko, das von Banditen terrorsiert wird, beistehen. Die sieben Revolverhelden wurden außer von ihm von Yul Brynner, James Coburn, Horst Buchholz, Robert Vaughn, Charles Bronson und Brad Dexter gespielt.

Zwischen Somebody Up There Likes Me und The Magnificent Seven entstanden unter anderem der Kriegsfilm Never So Few (Wenn das Blut kocht), in dem er mit Frank Sinatra und Gina Lollobrigida auftrat sowie der merkwürdige Science-Fiction-Film The Blob (Der Blob), in dem ein Materieklumpen aus dem Weltall auf die Erde stürzt, unaufhörlich weiterwächst und eine Kleinstadt bedroht.

Weitere bekannte Filme mit ihm aus den 1960er Jahren sind das Drama The Cincinnati Kid (Cincinnati Kid), in dem er an der Seite von Edward G. Robinson einen ehrgeizigen Pokerspieler darstellte, der Western Nevada Smith (Nevada Smith), der Krimi Bullitt (Bullitt) und der in China spielende Kriegsfilm The Sand Pebbles (Kanonenboot am Yang Tse Kiang), in dem er den Matrosen Jake Holman darstellte. Für seine Rolle in The Sand Pebbles erhielt er seine einzige Oscarnominierung.

Bekannt ist auch seine Rolle des Thomas Crown in The Thomas Crown Affair (Thomas Crown ist nicht zu fassen).Thomas Crown ist ein wohlhabender, seriöser Geschäftsmann, der aus Langeweile eine Bank ausraubt und sich nebenbei mit einer Versicherungsagentin, die von Faye Dunaway gespielt wurde, auf ein Katz-und-Maus-Spiel einläßt. 30 Jahre später entstand übrigens ein Remake des Stoffes, bei dem Pierce Brosnan die Rolle des Thomas Crown übernahm.

Nach der 1905 spielenden Komödie The Reivers (Die Gauner), in der er einen Chauffeur spielte, der mit dem Enkel seines Chefs eine ausgedehnte Spritztour macht, drehte er den Rennfahrerfilm Le Mans (Le Mans). Le Mans wurde von ihm produziert, weil ihm das Thema (Autorennen, insbes. das hier gezeigte 24-Stunden-Rennen von Le Mans) am Herzen lag. Le Mans wurde kein Publikumserfolg.

Mit dem Regisseur Sam Peckinpah drehte Steve McQueen das Drama Junior Bonner (Junior Bonner), das im Milieu der Rodeoreiter spielte, und den blutigen Krimi The Getaway (Getaway), in dem er einen Gangster spielt, der aus dem Gefängnis ausbricht.

Einen Ausbrecher spielte er auch in seinem nächsten Film, Papillon (Papillon), einer Verfilmung des gleichnamigen Romans von Henri Charrière, einem in 1970er Jahren vielgelesenen Buch. McQueen und Dustin Hoffman spielen zwei Gefangene einer Strafkolonie in Französisch-Guayana, die aus ihrem Gefängnis ausbrechen und versuchen, in die Zivilisation zurückzukehren.

Des Weiteren hatte er eine Rolle in dem Spielfilm Gesprengte Ketten (1963) und war im Katastrophenfilm Flammendes Inferno (1974) zu sehen.

Seine ungewöhnlichste Rolle spielte er 1978 in An Enemy Of The People, einer Verfilmung von Henrik Ibsens gleichnamigem Theaterstück Ein Volksfeind, das im Norwegen des Jahres 1880 spielt. Er tritt mit buschigem Vollbart als Arzt Dr. Thomas Stockmann auf, der zum Volksfeind erklärt wird, weil er vor unsauberem Wasser warnt.

Seine letzte Rolle spielte er 1980 in dem Krimi The Hunter (Jeder Kopf hat seinen Preis) als Kopfgeldjäger. Noch im gleichen Jahr starb er an Lungenkrebs.

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Personendaten
McQueen, Steve
Steven McQueen
Schauspieler
24. März 1930
Indianapolis, Indiana, USA
7. November 1980
Juárez, Mexiko

See also: Steve McQueen, 1905, 1930, 1956, 1960, 1960er, 1970er, 1974