Steve Vai
Steve Siro Vai (* 6. Juni 1960 auf Long Island, New York) ist ein US-amerikanischer Gitarrist, Komponist und Produzent.
Bevor er seine Solokarriere startete, spielte er unter anderem für Frank Zappa, Alcatrazz, Whitesnake sowie David Lee Roth. Steve Vai begann früh mit dem Gitarrenspiel und bekam ab seinem 13. Lebensjahr für ein paar Jahre Unterricht von einem Jungen aus der Nachbarschaft, Joe Satriani, der selbst nur vier Jahre älter als Vai ist. Er gilt als fanatischer Gitarrist, spätestens seit dem er seine Gitarre zum Üben sogar mit ins Kino genommen haben soll. Seine erste eigene Band gründete er im Alter von sieben Jahren.
Vai zeichnet sich durch seine Technik, Schnelligkeit und Virtuosität im Gitarrespiel aus - Frank Zappa nannte ihn in Anspielung darauf "The Stuntplayer" und „Little Italian Virtuoso“ und machte den damals 19-Jährigen für „Stratmissbrauch“ und „unmögliche Gitarrenabschnitte“ in seinem Ensemble zuständig.
Vai-typische Stilmittel sind u.a. seine ausdrucksstarken Slides, bei denen er Passagen durch Rauf- und Runterrutschen auf nur einer Saite hervorhebt, und sein markantes Vibrato. Hiermit erzeugt er teils bizarre Effekte sowie nie dagewesenen Sounds und verbindet diese mit gefühlvollen Phrasierungen. Kompositorisch setzt Vai auf Elemente aus Rock, Fusion, Blues sowie Klassik, modale Klänge und vertrackte Rhythmik und damit insgesamt auf eine eher esoterische Spielweise.
Steve Vai graduierte im Jahre 1979 an der Berklee School Of Music und bekam ferner 2000 die Ehrendoktorwürde verliehen. Auf ihn gehen zwei innovative Gitarrenmodelle zurück, die er Zusammenarbeit mit der Firma Ibanez entwickelte: zum einen die 1987 vorgestellte JEM, zum anderen die 1989 präsentierte 7-saitige "Universe", welche zusätzlich mit einer tiefen H-Saite versehen wurde.
Im Laufe der Jahre wurde Steve Vai auch zunehmend dem Mainstream zugänglich. Noch heute gilt sein 1990 erschienenes Album "Passion and Warfare" mit 1,4 Millionen Stück als das bestverkaufte Instrumentalalbum aller Zeiten.
Im Februar 2000 gründete er ein eigenes Plattenlabel namens „Favored Nations Records“.
Der Einfluss auf eine ganze Generation von Musikern wurde sieben Mal für den Grammy nominiert, den er 1991 als Künstler für die Beste Rock Instrumental Performance für den Titel „Sofa“, und 2002 als Produzent in der Kategorie Best Pop Instrumental Album für das bei Favored Nations erschienene "No Substitutions" von Larry Carlton und Steve Lukather gewann. Daneben erhielt Vai zahlreiche Auszeichnungen namhafter Fachzeitschriften. In der dem Grammy zugrundeliegenden Organisation, der National Academy of Recording Arts and Sciences, ist Vai zudem im Aufsichtsrat tätig.
Vai ist sozial engagiert und hilft mit seiner 1988 mit Richard Pike gegründeten Vereinigung "Make A Noise Foundation" Kindern und Jugendlichen, die sich normalerweise Musikinstrumente und -unterricht nicht leisten könnten.
Privat ist Vai verheiratet mit Pia Miacco, ehemals Bassistin der Band Vixen. Der Vater zweier Söhne, Julian Angel und Fire, übt sich hobbymäßig als Imker, wobei der Erlös aus dem Honig-Verkauf regelmäßig wohltätigen Zwecken zugute kommt.
Solo-Alben
- Flex-Able (1984)
- Flex-Able Leftovers (1984)
- Passion and Warfare (1990)
- Sex & Religion (1993)
- Alien Love Secrets (1995)
- Fire Garden (1996)
- Flex-Able Leftovers (Rerelease, 1998)
- The Ultra Zone (1999)
- The 7th Song - Enchanting Guitar Melodies - Archives Vol. 1 (2000)
- Alive In An Ultra World (2001)
- The Elusive Light and Sound Vol. 1, (1972-2002)
- FZ Original Recordings; Steve Vai Archives, Vol. 2 (2001)
- Mystery Tracks - Archives Vol. 3 (2003)
- Various Artists - Archives Vol. 4 (2003)
- The Infinite Steve Vai - An Anthology (2003)
- Live in London (2004)
- Real Illusions: Reflections (2005)
Film
- Crossroads (1986)
Weblinks
- vai.com, Steve Vais Webpräsenz
Siehe auch: Gitarre, Rock, Musik
Vai, Steve Vai, Steve Vai, Steve Vai, Steve Vai, Steve
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Vai, Steve Siro |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Gitarrist und Komponist |
| GEBURTSDATUM | 6. Juni 1960 |
| GEBURTSORT | Long Island, New York |
| STERBEDATUM | |
| STERBEORT | |
