Stishovit

'Stishovit
Chemismus SiO2
Kristallsystem tetragonal
Kristallklasse ___
Farbe ___
Strichfarbe ___
Härte ___
Dichte 4.29 g/cm³
Glanz ___
Opazität ___
Bruch ___
Spaltbarkeit ___
Habitus ___
häufige Kristallflächen ___
Zwillingsbildung ___
Kristalloptik
Brechungsindices ___
Doppelbrechung ___
Pleochroismus ___
optische Orientierung ___
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~ ___
weitere Eigenschaften
chemisches Verhalten ___
ähnliche Minerale ___
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
besondere Kennzeichen ___

Stishovit ist als Modifikation des Quarz ein Silikat-Mineral, das als Hochdruckmineral charakteristisch für einen Meteoriteneinschlag ist. Stishovit weist ein tetragonales Kristallsystem auf; im Gegensatz zu den Niederdruck-Modifikationen von Quarz ist das Silizium im Stishovit demnach sechsfach gebunden, wodurch das Mineral eine wesentlich kompaktere Struktur aufweist.

Stishovit ist bei Raumtemperatur ab Drücken von acht Gigapascal stabil und geht bei fünfzig Gigapascal in die verwandte orthorombische Kristallstruktur vom Typ Stishovit II über. Bei Normaldruck ist Stishovit metastabil.

Vorkommen

Stishovit wurde erstmals 1961 synthetisch von S. M. Stishov hergestellt und 1962 auch in der Natur im Meteor Crater im US-amerikanischen Bundesstaat Arizona entdeckt. Stishovit diente auch zum Nachweis, dass das Nördlinger Ries ein Meteorkrater ist.

Siehe auch: Coesit, Suevit, Liste von Mineralen

Weblinks

See also: Stishovit, Arizona, Barringer-Krater, Brechungsindices, Bruch (Mineral), Chemische Formel, Coesit, Dichte, Doppelbrechung, Druck (Physik)