Stockschießen
Stockschießen, oder Stockspiel, wie es neuerdings heißt, ist vor allem im Alpenraum verbreitet und hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Curling. Es gibt den Mannschafts-, den Weiten-, und den Zielwettbewerb.
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Spielregeln Mannschaftswettbewerb
thumb|Daube, Durchmesser 12 cm
Beim Mannschaftsspiel versuchen zwei Mannschaften die Eisstöcke von der Abspielstelle aus möglichst nahe an die "Daube" zu schießen. In einer Mannschaft sind normalerweise vier Mitspieler. Ziel ist es, den eigenen Stock in Bestlage (also näher zur Daube als der Gegner) zu bringen. Es zählen nur Stöcke, die sich innerhalb des Zielfelds befinden.
Eine der beiden Mannschaften beginnt mit dem Spiel, indem sie versucht, einen ihrer Stöcke in das Zielfeld zu schießen. Daraufhin schießt die gegnerische Mannschaft so lange, bis einer ihrer Stöcke in Bestlage ist.
Wenn eine Mannschaft keine Stöcke mehr hat, ist der Gegner an der Reihe. Wenn beide Mannschaften mit allen ihren Stöcken geschossen haben, ist die Kehre zu Ende, und die Mannschaft, deren Stock sich in Bestlage befindet, bekommt Stockpunkte. Für den Stock in Bestlage gibt es drei Stockpunkte, für jeden weiteren Stock der gleichen Mannschaft, der näher bei der Daube ist als der nächste Stock des Gegeners, gibt es weitere zwei Punkte. Ein Spiel hat sechs Kehren, also Durchgänge. Die Mannschaft mit der größeren Anzahl von Stockpunkten erhält zwei Gewinnpunkte, die andere keine. Die Mannschaft mit den meisten Gewinnpunkten gewinnt das Turnier. right|thumb|Spielfeld Stockspiel
Die Spielfläche
Im Winter wird auf Eis gespielt. Im Sommer spielt man meistens auf Asphalt. Bei den Abmessungen des Spielfelds gibt es kleine Unterschiede zwischen überdachten Anlagen und Anlagen ohne Dach. Der Abstand zwischen Abspielstelle und dem Mittelkreuz auf der anderen Seite beträgt aber fast immer 24,5m.
Der Stock
left|thumb|Zeichnung von einem Eisstock Der Stock Besteht aus drei Teilen: Dem Stiel, dem Stockkörper und der Laufsohle. Die Stockkörper wiegen zwischen 2,7 kg (Schülerstock) und 3,8 kg.
Die Laufsohlen gibt es als Sommer- und Winterlaufsohlen in verschiedenen Farben, die sich in der Härte unterscheiden. Die Farben sind Weiß, Grün, Schwarz, Rot, Grau, Gelb und Blau. Die weiße Laufsohle hat den geringsten Reibungswiderstand, die blaue den größten.
Geschichte
Vermutlich kam das Eisstockschießen im 13. Jahrhundert aus Skandinavien. Die ersten Vereine begannen vor 1900. 1951 fanden in Garmisch-Partenkirchen die ersten Europameisterschaften statt. Als Demonstrationsbewerb wurde es als Eisschießen bei den Olympischen Winterspielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen und 1964 in Innsbruck vorgeführt. Die Bemühungen eine Disziplin bei den Olympischen Spielen zu werden haben momentan keinen Erfolg.
Weblinks
- Stock- & Fun- Sportartikel fanshop
- Internationale Foederation Eisstock Sport
- Bund Österreichischer Eis- und Stocksportler
- Deutscher Eisstock-Verband
- Stocksport-Pettinger
- Seite vom Bayerischen Rundfunk
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