Mehrzweckstrahlrohr
250px|thumb|C-Mehrzweckstrahlrohr Mehrzweckstrahlrohre sind spezielle Armaturen der Feuerwehr zur Löschmittelabgabe (Wasser oder Wasser/ Schaum-Gemische), die neben den Sonderstrahlrohren, Schaumrohren und Hohlstrahlrohren verwendet werden. Sie gibt es in den Nenngrößen B, C und D. Sie alle besitzen die Schaltmöglichkeiten Vollstrahl, Sprühstrahl und Halt (daher der Name "Mehrzweck...").
Da bei B-Strahlrohren eine so starke Rückkraft entsteht, dass diese unmöglich von einem Trupp allein gehalten werden können, werden sie üblicherweise zusammen mit einem Stützkrümmer eingesetzt, welcher 1/3 der Kraft über den Schlauch zum Boden ableitet. Ohne Stützkrümmer und grundsätzlich bei unsicherem Stand müssen 3 Feuerwehrangehörige das B-Rohr halten.
Der Vollstrahl wird über eine einfache Hohldüse geformt (Stabstrahl), Durch Drehen am Absperrorgan kann im Strahlrohr zusätzlich ein Störkörper in den Wasserstrahl gebracht werden, so dass eine Auffächerung des Strahls erreicht wird (Drallstrahl). Die Wassermenge kann über ein abschraubbares Mundstück geändert werden, dazu muss aber die Wasserabgabe unterbrochen werden.
Auf Grund der größerer Flexibilität und dem besseren Strahlbild werden in den letzten Jahren, insbesondere zur Brandbekämpfung in Gebäuden, verstärkt Hohlstrahlrohre an der Stelle von CM-Strahlrohren eingesetzt.
| Bezeichnung | Festkupplung | Düsengröße mit Mundstück | Düsengröße ohne Mundstück | Wasserdurchflussmenge mit Mundstück bei 5 bar | Wasserdurchflussmenge ohne Mundstück bei 5 bar |
|---|---|---|---|---|---|
| B-Strahlrohr | B | 16 mm | 22 mm | 400 l/min | 800 l/min |
| C-Strahlrohr | C | 9 mm | 12 mm | 100 l/min | 200 l/min |
| D-Strahlrohr | D | 4 mm | 6 mm | 25 l/min | 50 l/min |
Geschichte
In der Anfangszeit hatten die Strahlrohre kein eigenes Absperrorgan, die Wasserabgabe musste also über die Pumpe oder am Verteiler geregelt werden. Genau genommen waren es dann kein "Mehrzweckstrahlrohre" sondern nur "Strahlrohre".
Siehe auch: Portal Feuerwehr, Themenliste Feuerwehr
