Straße

left|25px|Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit der Straße als Untergrund zur Fortbewegung, andere Bedeutungen unter Straße (Begriffsklärung).

Eine Straße (von lateinisch [via] strata) ist ein begeh- und befahrbarer, glatter und meist befestigter und klassifizierter Landverkehrsweg, der von Fußgängern und verschiedenen Fahrzeugen, die im Gegensatz zu Schienenfahrzeugen glatte Oberflächen befahren, benutzt wird.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Unter Straßen versteht man im Allgemeinen die für den Verkehr ausgelegten Verkehrsflächen. Das schließt sämtliche Flächen mit unterschiedlichen Nutzungsarten ein: Fahrbahnen - häufig falsch als "Straße" bezeichnet -, Seitenstreifen, Parkstreifen, Gehwege, Radwege, Grünflächen, Sperrflächen, Verkehrsinseln usw.

Mit der Bezeichnung Wege werden die für den nicht motorisierten Verkehr ausgelegten Verkehrsflächen bezeichnet. Eine Ausnahme bilden hier die so genannten ländlichen Wege. Diese sind auch für den motorisierten Verkehr der Land- und Forstwirtschaft ausgelegt.

Im Bereich der Straßen und Wege unterscheidet man weiterhin die freie Strecke, die Ortsdurchfahrt, den Knotenpunkt und die Nebenanlagen.

Beim Straßenbau werden Straßen aus Asphalt, Beton, Pflaster oder aus unbefestigtem Material (beispielsweise Schotter) hergestellt.

Straßen werden nach Straßenkategorien unterteilt.

Dazu zählen zum Beispiel Autobahnen, Fernstraßen, Bundesstraßen, Landesstraßen, Staatsstraßen, Kreisstraßen und Gemeindestraßen, Land- und Forstwirtschaftliche Wege, eigenständig geführte Radwege, Fußwege, Kreisverkehrsplätze, Tunnels und Parkplätze.

Darüberhinaus kommt der Begriff noch in weiteren Bedeutungen vor:

Geschichte

Es hat im Laufe der Geschichte viele Gründe gegeben, Straßen zu bauen: sie boten Zugang zu Nahrung und Unterkunft, dienten als Routen für jahreszeitliche Wanderungen, für Wallfahrten oder für den Handel. Die Straßen, wie wir sie heute kennen entwickelten sich aus Straßen des Altertums, den so genannten Altstraßen. Gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen führten zur Einführung von Fahrzeugen, was das Verkehrsaufkommen noch verstärkte. Im Zuge der gesellschaftlichen Differenzierung brauchte man Straßen auch für den Zugang zu Arbeit, Bildung und Unterhaltung. Jedoch das häufigste Motiv für den Straßenbau sind militärische und staatspolitische Überlegungen gewesen. Die ersten Militärfahrzeuge (Streitwagen) wurden um 2500 v. Chr. entwickelt. Von da an waren Straßen ein wichtiges Hilfsmittel bei Angriff und Verteidigung, und viele Herrscher verwendeten beträchtliche Mittel für ihren Bau und Unterhalt (siehe z. B. Maut). Fast alle Straßen bestanden aus notdürftig planierter, nackter Erde. Notwendigerweise waren diese bei Trockenheit sehr staubig und verwandelten sich bei Regen in Schlammtrassen. Die Römer, wie auch andere Hochkulturen, hatten gepflasterte Straßen gebaut. Wo diese noch vorhanden waren, wurden sie in Europa noch bis ins 19. Jahrhundert hinein benutzt. Der britische Ingenieur John McAdam hatte sich lange mit dem Straßenbau beschäftigt. Im Jahr 1815 ließ er bei Bristol die erste geschotterte Landstraße bauen. Das Straßenbett lag höher als die umgebenden Felder, damit das Regenwasser abfließen konnte, es hatte einen Unterbau aus groben Schotter, darüber eine Lage aus kleineren Steinen und war mit Schlacke befestigt. Diese Konstruktion bewährte sich dermaßen gut, dass sie sich schnell in anderen Ländern verbreitete.

In Mitteleuropa wurden die Altstraßen erst ab etwa 1850 von den den Chausseen abgelöst, die dann zu den Straßen wurden wie man sie heute kennt. Speziell in neuerer Zeit wurden auch "neue" Straßen erfunden, um sie touristisch besser vermarkten zu können. Es sind die Ferienstraßen, die oft auch Bezüge zu den Altstraßen haben

Rechtschreibung

Noch ein Hinweis zu einem sehr oft gemachten Fehler:
Straße wird, außer in der Schweiz, weder nach alter noch nach neuer Rechtschreibung mit Doppel-S geschrieben.

Literatur

Siehe auch

Link

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See also: Straße, 1815, 1850, Altstraße, Ameise, Ameisenstraße, Asphalt, Autobahn, Begriff