Straßenmusik

Straßenmusik hat sich vor allem in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts als Form der Kleinkunst etabliert. Sie wird von einzelnen Musikern - Instrumentalisten, Sängern, Alleinunterhaltern, manchmal auch begleitet von Tonträger - oder kleineren Musikgruppen oder Bands vorgetragen. Die Musiker stellen sich auf der Straße auf und präsentieren ihr Können, wofür sie von Passanten Geld erbitten, meist in Form eines Huts oder Instrumentenkastens, in den die Zuhörer Geld werfen.

Straßenmusik wird oft gemeinsam mit anderen Kunstformen wie Jonglage, Artistik, Clownerie u. ä. dargeboten.

Straßenmusiker bevorzugen stark frequentierte Orte, zum Beispiel Einkaufsstraßen, touristische Sehenswürdigkeiten oder öffentliche Verkehrsmittel.

Straßenmusik erfreut sich vor allem bei alternativen Reisenden großer Beliebtheit, die mit der Straßenmusik die Kosten ihrer Reise und der Verpflegung decken. Musikstudenten aus Ländern Osteuropas nutzen die Straßenmusik regelmäßig zur Finanzierung ihres Studiums, indem sie in wohlhabenderen Ländern Straßenmusik machen und somit gleichzeigig das Land und die Gesellschaft kennenlernen. Bettler erlernen häufig die Grundtechniken eines Instruments, um ihre Erträge zu vergrößern.

Der rechtliche Status der Straßenmusik ist regional stark unterschiedlich. Während in manchen Regionen, vor allem Metropolen, starke Reglementierungen über Zeit und Ort bestehen, wann und wo Straßenmusik gemacht werden darf, und teilweise eine Genehmigung notwendig ist, werden Straßenmusiker in anderen Gegenden geduldet, wo immer sie sich aufstellen.

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