Strategisches Management
Als strategisches Management bezeichnet man den Zweig der Betriebswirtschaftslehre, der sich mit Entwicklung, Planung und Umsetzung inhaltlicher Ziele und Ausrichtungen von Organisationen beschäftigt. Die Zeithorizonte im strategischen Management umfassen in der Regel zwei bis fünf Jahre, wobei strategisch nicht mit längerfristig gleichzusetzen ist, strategische Pläne aber meistens einen längerfristigen Zeithorizont haben.
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Begriffsherkunft
Das Konzept der Strategie wird in der betriebswirtschaftlichen Literatur immer wieder auf den griechischen Begriff „strategos“ (General) zurückgeführt, der sich auf die Wurzeln Armee und Führen bzw. führen zurückführen lässt. Als Beleg dafür werden unter anderem die Dialoge zwischen Sokrates und Nichomachides angeführt, in denen Sokrates erklärt, dass die Pflichten eines Generals durchaus denen eines Geschäftsmanns vergleichbar seien: Beide beinhalteten die Planung der Verwendung von Ressourcen um bestimmte Ziele zu erreichen.
Auch wenn sich ideengeschichtlich keine Linie von der griechischen Antike bis zum heutigen Geschäftsleben ziehen lässt, kann nachgewiesen werden, dass viele der frühen Autoren der US-amerikanischen Managementliteratur eine militärische Ausbildung, häufig in der West Point Offizierschule, absolviert hatten.
Angesichts dessen, dass militärisch geprägte Metaphern auch heute noch weite Bereiche der Sprache (und des Denkens) von Praktikern des Wirtschaftslebens bestimmen (feindliche Übernahme, Preiskampf, Übernahmeschlacht, etc.), verwundert es nicht, dass auch die Analyse strategischen Managements, insbesondere, wenn sie aus einer top-down-Perspektive (s.u.) geschieht, sich dieser Sprache und häufig auch des damit verbundenen Denkens bedient.
Grundlegende Perspektiven strategischen Managements
Das Strategische Management baut unter anderem auf den Strategischen Erfolgsfaktoren auf.
Die Auseinandersetzungen mit Unternehmensstrategie lassen sich entlang unterschiedlichster Gegensatzpaare einsortieren. Die für die Praxis und die theoretische Reflexion relevantesten sind die Fragen:
- ob die Generierung von strategischen Planungen grundsätzlich nur an der Unternehmensspitze stattfinden (sollte) oder ob es nicht auch sinnvoll ist, Initiativen, die sich an anderer Stelle in der Hierarchie entwickeln, zu berücksichtigen
- ob strategisches Management nur das Ziel der Maximierung des Unternehmensprofits verfolgen sollte oder ob es nicht sinnvoll ist, einen breiteren Zielraum, etwa soziale oder ökologische Ziele zumindest mit zu berücksichtigen
- ob man in der Auseinandersetzung mit strategischem Management vornehmlich präskriptive Normstrategien entwickeln sollte oder ob man sich nicht auch, vielleicht sogar schwerpunktmäßig mit der Beschreibung und Analyse real ablaufender strategischer Prozesse beschäftigen sollte.
Relevante Ansätze strategischen Managements
In der Analyse der Gründe für den strategischen bzw. Wettbewerbs-Erfolg von Unternehmen haben sich in der ökonomischen Literatur drei Erklärungsmuster herausgebildet.
Weiterführende Hinweise
Weitere Modelle und Ansätze strategischen Managements
Siehe auch
Emergenz - Industrieökonomik - Ressourcenorientierung - Unternehmensstrategie - Wettbewerbsstrategie - Strategische Erfolgsfaktoren - Management VWL
Literatur
- H. Mintzberg: Strategy formation: Schools of thought. In: Frederickson, J. (Hrsg.): Perspektives on strategic management, Boston 1990, S. 105-235
- G. Schreyögg: Unternehmensstrategie. Grundfragen einer Theorie strategischer Unternehmensführung. Berlin 1984, New York
- R. Whittington: What is strategy – and does it matter?. London, 1993
