Hornschicht

Als Hornschicht oder Stratum corneum wird in der Dermatologie und Anatomie die oberste der 4 Hautschichten der Epidermis bezeichnet und stellt als Grenzfläche zur Außenwelt das Endstadium der Keratinozytenentwicklung dar.

Sie liegt somit der Körnerschicht (Stratum granulosum) auf, die mikroskopisch durch eine noch regellose Anordnung der Keratinozyten gekennzeichnet ist. Die Grenze zwischen diesen beiden Hautschichten ist insofern wohl definiert, als die nun auch abgeflachten Keratinozyten der Hornschicht mit Ausnahme der Handflächen und Fußsohlen normalerweise eine säulenförmige Anordnung aufweisen, die nur bei hyperproliferativen Zuständen verloren geht.

Die Funktion der Hornschicht als Schutzhülle der Haut wird über die Abschilferung der Keratinozyten nach außen und deren Nachwachsen in der Basalschicht der Haut - beim Vorgang der Wundheilung auch in der Stachelzellschicht (Stratum spinosum) der Haut - ermöglicht. Von entscheidender Bedeutung ist die Haftung der Keratinozyten aneinander, um die Barrierefunktion der Haut zu ermöglichen.

Die Abschilferung erfolgt in der Regel unmerklich in Form von Einzelzellen, weshalb der oberflächliche Anteil der Hornschicht auch als Stratum disjunctum bezeichnet wird. Lösen sich die Hornzellen nur unvollständig voneinander, kommt es zur Ausbildung von Schuppen (squamae).

Siehe auch: Apoptose - Desmosom - Perspiratio insensibilis - Schwitzen



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See also: Hornschicht, Anatomie, Apoptose, Dermatologie, Desmosom, Epidermis, Schuppung, Schwitzen, Perspiratio insensibilis