STS-103

STS-103 (engl. Space Transportation System) ist die Missionsbezeichnung für einen Flug des US-amerikanischen Space Shuttle Discovery (OV-103) der NASA. Der Start erfolge am 20. Dezember 1999. Es war die 96. Space Shuttle Mission und der 27. Flug der Raumfähre Discovery.

Space Shuttle
Missions-Emblem
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Missions-Daten
Mission: STS-103
Shuttle-Name: Discovery (OV-103)
Startplatz: Cape Canaveral, 39-B
Start am: 20. Dezember 1999, 00.50 UT
Landung am: 28. Dezember 1999, 00.01 UT
Landeplatz: Cape Canaveral, Landebahn 33
Dauer: 7 Tage, 23 h, 12 min
Bahnhöhe: 591 - 610 km
Bahneigung: 28,45 Grad
Erdumkreisungen: 119
zurückgelegte Strecke: ca. 6,2 Millionen km
Mannschaftsfoto
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vorherige Mission:

STS-93

folgende Mission:

STS-99

Inhaltsverzeichnis

Mannschaft

Missionsbeschreibung

Hauptaufgabe der Discovery-Crew war die Reparatur wichtiger Bordsysteme des Hubble Space Telescope. Einige von ihnen waren in der Vergangenheit ausgefallen, andere wurden prophylaktisch erneuert. Am 2. Flugtag gelang das Einfangen des Satelliten im ersten Anlauf. Während der Annäherungsphase hatten sich die Außenbordmonteuere bereits auf ihren ersten Einsatz vorbereitet, der noch am 22. Dezember absolviert wurde (Smith, Grundfeld für 8:15 h). Dabei wurden alle 6 Gyroskope ausgewechselt. Diese sind für die genaue Ausrichtung des 11,5 Tonnen schweren Teleskops erforderlich. Nachdem Mitte November das vierte Gyroskop ausgefallen war, wurde das Teleskop in einen Schlafmodus überführt. Die zweite wichtige Aufgabe des ersten Ausstiegs war das Auswechseln von 6 Ladekontrollgeräten an den 10 Jahre alten Batterien. Diese Kontrollgeräte überwachen die Ladevorgänge und sorgen dafür, dass die Batterien nicht überladen oder überhitzt werden.

Beim zweiten Ausstieg am 23. Dezember (8:10 h) wechselten Foale und Nicollier den Bordcomputer des Teleskops aus. Der betagte 386er (mit 387er Coprozessor) wurde durch einen zwanzigfach schnelleren 486er ersetzt. Außerdem wurde ein 280 kg schwerer Leitsensor ausgetauscht. Mit ihm wird die Orientierung des Satelliten im Weltraum mit hoher Genauigkeit gemessen. Der Satellit verfügt insgesamt über drei solcher Sensoren.

Im Mittelpunkt des dritten Ausstiegsmanövers standen der Austausch eines S-Band-Senders, mit dem die gesammelten Daten zu einem Relaissatelliten übertragen werden. Da diese Transmitter nicht für einen Austausch in der Schwerelosigkeit vorgesehen waren, gestalteten sich die Arbeiten etwas komplizierter. Dank des mitgebrachten Spezialwerkzeuges gelang die Auswechslung jedoch planmäßig. Einer von drei Datenspeichern, ein Bandgerät, wurde durch einen elektronischen Speicher ersetzt. Dieser hat mit 12 GByte die zehnfache Kapazität. Schließlich wurde die thermische Isolation an den Zugangstüren gewechselt. Auf diese Weise sollen Temperaturprobleme im Inneren des Satelliten vermieden werden.

Da alle vorgesehenen Arbeiten abgeschlossen wurden, konnte das Hubble Space Telescope am ersten Weihnachtstag wieder aus der Ladebucht der Discovery entlassen werden. Die Bodenkontrolle meldete die volle Funktionsfähigkeit des Satelliten, der nach zwei Wochen wieder seinen normalen Betrieb aufnahm. Die Discovery landete nach knapp 8 Flugtagen auf einer Betonpiste am Cape Canaveral.

Siehe auch

Weblinks

STS-103

See also: STS-103, 1999, 20. Dezember, 386er, Batterie, Bemannte Raumfahrt, Cape Canaveral