STS-71

STS-71 (engl. Space Transportation System) ist die Missionsbezeichnung für einen Flug des US-amerikanischen Space Shuttle Atlantis (OV-104) der NASA. Der Start erfolge am 27. Juni 1995. Es war die 69. Spaceshuttle-Mission, der 14. Flug der Atlantis, der 3. Flug im Rahmen des Shuttle-Mir-Programms und das erste Andocken des US-amerikanischen Shuttle an die Raumstation Mir.

Space Shuttle
Missions-Emblem
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Missions-Daten
Mission: STS-71
Shuttle-Name: Atlantis (OV-104)
Startplatz: Cape Canaveral, Startrampe 39-A
Start am: 27. Juni 1995, 19.32 UT
Landung am: 7. Juli 1995, 14.55 UT
Landeplatz: Cape Canaveral, Landebahn 15
Dauer: 9 Tage, 19 h, 22 min
Bahnhöhe: 320 km
Bahneigung: 51,6 Grad
Erdumkreisungen: 153
zurückgelegte Strecke: ca. 6,6 Millionen km
Mannschaftsfoto
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vorherige Mission:

STS-67

folgende Mission:

STS-70

Inhaltsverzeichnis

Mannschaft

Mir Crew Hinflug

Mir Crew Rückflug

Missionsbeschreibung

Einen vorläufigen Höhepunkt in der Zusammenarbeit zwischen den USA und Russland im Weltraum stellte die erste Kopplung eines Spaceshuttle mit der Raumstation Mir dar. Zunächst flog die Atlantis in einem sehr niedrigen Orbit, um die Distanz zur Station schnell zu verringern. Nach mehreren Kurskorrekturen näherte sich die Raumfähre der Station bis auf etwa 14 Kilometer. Nach einer weiteren Erdumkreisung verringerte Kommandant Gibson den Orbit der Atlantis geringfügig, so dass diese sich der Raumstation von unten annäherte. Nach einem weiteren kurzen Zwischenstopp kam es am 29. Juni gegen 13 Uhr Weltzeit zur Kopplung der beiden Raumfahrzeuge. Nach Überprüfung der Verbindung öffneten die beiden Kommandanten die Luken und begrüßten einander herzlich.

Zum Flugprogramm gehörten in der Folgezeit mehrere Interviews verschiedener Fernseh- und Radiostationen. Vor allem waren die Raumfahrer aber mit medizinischen Untersuchungen und dem Transport verschiedener Materialien in beide Richtungen beschäftigt. So gelangten neue Ausrüstungen, z. B. SVET, ein Minigewächshaus, in dem vor allem das Wurzelwachstum in der Schwerelosikeit untersucht wurde, und Wasser in die Raumstation. Ausgediente Geräte und Experimentiermaterial wurden dagegen in der Raumfähre verstaut, darunter eine Vielzahl von Blut-, Urin- und Speichelproben. Die neue Besatzung der Raumstation, Anatoli Solowjow und Nikolai Budarin, brachte außerdem individuell angepasste Raumanzüge und Sitzschalen für das angedockte Raumschiff Sojus TM-21 mit.

thumb|left|220px|Atlantis angedockt an die Raumstation Mir, gefilmt von der Sojus TM-21 Raumkapsel Die medizinischen Untersuchungen fanden zum großen Teil im Spacelab statt, das sich in der Ladebucht der Atlantis befand. Hier wurden weitere Blut- und Gewebeproben genommen, Herz- und Lungenfunktion untersucht, der Zustand des Muskel- und Nervensystems sowie die Reaktions- und Leistungsfähigkeit der Langzeitflieger gemessen. Um die Anpassung an die Schwerkraft nach der Landung zu erleichtern, gehörte auch ein intensives Training mit einem Laufband und einem Fahradergometer zum Programm. Mehrfach wurde auch ein Anzug getragen, der durch einen Unterdruck den Unterleib der Raumfahrer stärker belastet (Lower Body Negative Pressure). Mit einem ähnlichen Gerät hatte man bereits an Bord der Station gearbeitet (Tschibis). Für die USA stellten diese Tests die ersten Untersuchungen zu längeren Aufenthalten in der Schwerelosigkeit seit 1974 dar. Damals war ein Flugrekord von 84 Tagen aufgestellt worden.

Beim Ablegen wurde die Atlantis von Bord des Raumschiffes Sojus TM-21 aus gefilmt. Dazu hatten die Kosmonauten Solowjow und Budarin mit ihrem Raumschiff abgekoppelt und sich einige Hundert Meter von der Station entfernt. Die Atlantis kehrte am 7. Juli mit den Langzeitfliegern Deschurow, Strekalow und Thagard zur Erde zurück und landete am Kennedy Space Center in Florida.

Siehe auch

Weblinks

STS-71

See also: STS-71, 1995, 27. Juni, 29. Juni, Atlantis (Raumfähre), Bemannte Raumfahrt, Gennadi Strekalow