STS-88
STS-88 (engl. Space Transportation System) ist die Missionsbezeichnung für einen Flug des US-amerikanischen Space Shuttle Endeavour (OV-105) der NASA. Der Start erfolge am 4. Dezember 1998. Es war die 93. Space Shuttle Mission und der 13. Flug der Raumfähre Endeavour.
| Space Shuttle | |
|---|---|
| Missions-Emblem | |
| 200px | |
| Missions-Daten | |
| Mission: | STS-88 |
| Shuttle-Name: | Endeavour (OV-105) |
| Startplatz: | Cape Canaveral, Startrampe 39-A |
| Start am: | 4. Dezember 1998, 8.36 UT |
| Landung am: | 16. Dezember 1998, 3.53 UT |
| Landeplatz: | Cape Canaveral |
| Dauer: | 11 Tage, 19 h, 19 min |
| Bahnhöhe: | 388-401 km |
| Bahneigung: | 51,6 Grad |
| Erdumkreisungen: | 185 |
| zurückgelegte Strecke: | xxx km |
| Mannschaftsfoto | |
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| vorherige Mission: | folgende Mission: |
| Inhaltsverzeichnis |
Mannschaft
- Robert D. Cabana (4), Kommandant
- Frederick W. Sturckow (1), Pilot
- Nancy J. S. Curry (3), Missions-Kommandant
- Jerry L. Ross (6), Missions-Spezialist
- James H. Newman (3), Missions-Spezialist
- Sergej Krikaljow (4), Missions-Spezialist
Missionsbeschreibung
Während der Endeavour-Mission wurde praktisch die Internationale Raumstation eingeweiht. Die Verbindung der ersten beiden Module, eines russischen und eines amerikanischen, ist zudem ein Symbol für die Fortsetzung der 1994 begonnenen langfristigen Zusammenarbeit in der bemannten Raumfahrt.
In der Ladebucht der Raumfähre befand sich das erste Verbindungsmodul der Raumstation ISS, Unity, nebst zweier Kopplungsadapter (PMA-1 und PMA-2). Kurz nach dem Start wurden die drei miteinander verbundenen Teile mit dem Manipulatorarm aus der Ladebucht heraus gehoben und auf den Kopplungsadapter der Raumfähre gesetzt. Diese näherte sich währenddessen dem bereits im November gestarteten Modul Sarja. Aus etwa 10 Metern Entfernung wurde es am 6. Dezember vom Manipulator der Raumfähre erfasst und auf den zweiten Kopplungsadapter von Unity gesetzt.
Am 7. Dezember stiegen die Astronauten Ross und Newman für 7 Stunden und 21 Minuten aus und verbanden Strom- und Datenkabel zwischen den beiden Modulen miteinander. Außerdem wurden thermische Abdeckungen und ein Haltekabel installiert. Beim zweiten Ausstieg am 9./10. Dezember (7:02 h) wurden die nun überflüssig gewordenen Halterungen entfernt, mit denen Unity in der Ladebucht der Endeavour verankert war. Dort wurden die Gegenhalterungen abgedeckt und Kabel, die zuvor zur Energieversorgung und Kühlung gedient hatten, demontiert. Außerdem wurden mehrere Kommunikationsantennen befestigt und angeschlossen. Schließlich wurde eine Antenne am Sarja-Modul, die zu einem automatischen Rendezvoussystem gehört, vollständig ausgeklappt. Anschließend wurde die Stromversorgung zwischen Sarja und Unity aktiviert. Ein Druckausgleich war bereits vorher durchgeführt worden.
Am 10. Dezember wurden die Luken geöffnet und die Station, wenn auch nur für kurze Zeit, bemannt. Innerhalb der beiden Module wurden Transporthalterungen entfernt, Werkzeuge und Aufbauten, die außenbords angebracht werden sollten, entnommen und die Regale mit Materialien gefüllt, die für die erste Stammbesatzung bestimmt waren. Außerdem wurde das S-Band-Kommunikationssystem komplettiert und getestet. Nach nur 28 Stunden wurden die Luken wieder geschlossen.
Beim dritten Ausstieg von Ross und Newman am 12./13. Dezember (6:59 h) wurden Behälter mit Werkzeugen, Hand- und Fußhalterungen sowie zwei Kräne außenbords befestigt und ein Geländer am Sarja-Modul montiert. Auch die zweite Antenne des KURS-Navigationssytems konnte manuell vollständig ausgefahren werden. Außerdem wurde die Außenhaut beider Module aus verschiedenen Positionen fotografiert. Dabei wurde vor allem darauf geachtet, ob die Markierungen für das Space Vision System gut erkennbar waren. Alle Aktivitäten wurden auch von einer hochauflösenden, großformatigen Kamera gefilmt (IMAX Cargo Bay Camera).
An Bord der Endeavour befanden sich mit MightySat 1 und SAC-A zwei kleine Satelliten, die während der Mission aus der Ladebucht katapultiert wurden. Bei letzterem handelt es sich um einen argentinischen Satelliten, mit dem verschiedene Technologien erprobt wurden. Dazu gehörte ein GPS- basiertes Navigationssystem, ein Magnetometer, Siliziumsolarzellen, eine Kamera zur Erdbeobachtung und ein System zur Verfolgung von Walen in den Weltmeeren. Weitere Untersuchungen betrafen die Messung von hochfrequenten Radarechos, die durch Triebwerksabgase des Shuttle verursacht werden (SIMPLEX) und verschiedene Experimente im Space Experiment Module. Die Endeavour landete auf einer Betonpiste in Florida.
Siehe auch
- Liste der Space-Shuttle-Missionen
- Liste der bemannten Raumfahrtmissionen
- Liste der Raumfahrer
- Space Shuttle
- Bemannte Raumfahrt
Weblinks
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