Substitutionsgut
Substitutionsgüter sind in den Wirtschaftswissenschaften Güter oder Dienstleistungen, die für den gleichen Zweck verwendet werden können. Ökonomisch betrachtet folgt daraus, dass die Nachfrage der beiden Güter aneinander gekoppelt ist: Mit einem Anstieg des Preises für ein Gut sinkt seine Nachfrage - mit der Annahme, dass sämtliche anderen Faktoren im Markt gleich bleiben (Ceteris paribus). Im gleichen Zug aber steigt die Nachfrage des preislich unveränderten Substitutionsguts (auch hier Ceteris paribus). Bei einem Substitutionsgut steigt also die Nachfrage, wenn sich das andere Gut preislich verteuert. ((Lit.: S.52))
Typische Beispiele für Substitutionsgüter sind:
Das Gegenteil von Substitutionsgütern sind Komplementärgüter.
Perfektes (vollständiges) Substitutionsgut
Können zwei Güter vollkommen durcheinander ersetzt werden, ohne dass zusätzliche Kosten, Qualitätsunterschiede oder ähnliche Anreize auftreten, die den Konsumenten dazu veranlassen könnten, ein Produkt zu bevorzugen, spricht man von einem perfekten oder vollkommenen Substitutionsgut. Die Grenzrate der Substitution des einen Guts für das andere ist konstant. ((Lit.: S.115)). Des Weiteren kommt es dem Konsumenten nur auf die Gesamtanzahl der Güter ein: Bsp. (Gut1,Gut2) -> (20,0) ~ (17,3) Man sieht, dass der Konsument indifferent zwischen den beiden Güterbündeln ist.
Unvollständiges Substitutionsgut
Unvollständig bedeutet in diesem Fall, dass es Unterschiede in den Bereichen Qualität, erwartete Kosten, usw. geben kann. Vergleicht man beispielsweise eine Audio-DVD mit einem herkömmlichen Kassette, fällt einem auf, dass die Kasette vielleicht günstiger ist, aber dafür deutlich weniger Speicherplatz bietet und durch das analoge Verfahren die Qualität der Aufnahme leidet. Trotzdem erreicht man das gleiche Ziel: Das Aufnehmen und Wiedergeben von Musik.
Literatur
- Pindyck / Rubinfeld: Mikroökonomie. Pearson Studium, 2003, 5.Auflage, ISBN 3-8273-7025-6.
