Balkanhalbinsel

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right|thumb|Einzugsgebiet des Balkan right|thumb|Balkan um 1888 Der Balkan oder die Balkanhalbinsel (türkisch für „Gebirge“, oft synonym mit Südosteuropa verwendet) ist eine Halbinsel in Südosteuropa.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Halbinsel mit ca. 560.000 km² Fläche (inklusive vorgelagerter Inseln) liegt zwischen dem Adriatischen und dem Schwarzen Meer. Nach Norden hin wird sie typischerweise durch die Save-Donau-Linie abgegrenzt. Politisch gliedert sich die Balkaninsel demnach heute in die Länder Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Griechenland, Mazedonien, Rumänien, Serbien und Montenegro und den europäischen Teil der Türkei. In einigen Definitionen werden auch Kroatien, Moldawien, Slowenien, Ungarn und Zypern dazugezählt.

Parallel zur Südwestküste der gebirgigen Halbinsel bilden die Dinarischen Alpen einen großteils verkarsteten Wall. Den Nordosten und Osten durchziehen das Rhodopen- und das Balkangebirge. Sowohl die West- (Dalmatien) wie auch die Ostküste der Balkanhalbinsel sind stark zerrissen und in zahlreiche Inseln und Halbinseln aufgelöst. Zwischen den überwiegend kahlen, nur dünn besiedelten Gebirgen liegen zahlreiche fruchtbare und wirtschaftlich bedeutsame Becken.

Im Norden herrscht gemäßigtes, im Süden Mittelmeerklima.

Bevölkerung

Die Balkanhalbinsel ist insbesondere bevölkert von Albanern (vermutlich ein Rest der Urbevölkerung), Bosniaken, Bulgaren, Griechen, Kroaten, Mazedoniern, Rumänen, Serben, Türken und je nach der genauen geographischen Definition auch von Slowenen und Ungarn (letztere jedenfalls in bedeutender Zahl in Serbien und Rumänien). Außerdem bilden die Roma in mehreren Balkanländern eine große ethnische Minderheit.

Geschichte

Die nach Osten hin offenen Küsten und die Durchgängigkeit des Nordens machen den Balkan seit jeher zu einer wichtigen Brücke zwischen Asien und Europa, aber auch immer wieder zum Schauplatz von Konflikten, Bürgerkriegen und ethnischen Unruhen.

Siehe auch: Balkanbund, Balkanentente, Balkankonflikt, Balkankriege, Balkanpakt

Balkan als Begriff

Der Begriff Balkan war und ist in Westeuropa oft negativ konnotiert („Pulverfass Europas“). Metternich meinte, der Balkan beginne schon am Rennweg in Wien-Landstraße. Bismarck wird der Spruch nachgesagt, der Balkan sei „nicht die Knochen eines einzigen pommerschen Grenadiers wert“.

Als politisch korrekter Begriff bürgert sich nicht zuletzt deshalb immer mehr der (geographisch nicht ganz deckungsgleiche) Terminus Südosteuropa ein. In den Balkanländern selbst ist die Bezeichnung Balkan aber zum Teil ein durchaus positiver Begriff: In Bulgarien etwa ist Balkan Namensbestandteil vieler Unternehmen und touristischer Einrichtungen, und die Bulgaren pflegen ein positives Verhältnis zu ihrer „Balkan-Identität“. Ganz anders ist die Situation dagegen in Kroatien oder Slowenien, wo man sich gerne vom Balkan distanziert und die eigene historische Verbundenheit mit Mitteleuropa betont.

Siehe auch: Balkanisierung

Gemeinsamkeiten der Balkanländer

Die Staaten am Balkan weisen trotz aller Gegensätze doch zahlreiche Gemeinsamkeiten auf:

Zu den vielen kulturellen Gemeinsamkeiten siehe auch Balkanküche, Balkanspiele, Balkanologie, Balkansprachen.

Literatur

Siehe auch

Weblinks

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Weitere multimediale Inhalte auf den Commons: „Balkanhalbinsel“.


See also: Balkanhalbinsel, Adriatisches Meer, Albaner, Albanien, Asien, Balkanbund, Balkanentente, Balkangebirge, Balkanisierung