Sultanat Ikonion
Das Sultanat Ikonion auch Sultanat Rum, Sultanat von Konya war der auf ehemals byzantinischem Boden errichtete Herrschaftbereich der Rum-Seldschuken in Anatolien.
Nach der Schlacht von Mantzikert 1071 ging das Innere Kleinasiens für das Byzantinische Reich endgültig verloren. Die Seldschuken errichteten ein Sultanat, dessen Name Rum sich von Rom / Rhomanoi ableitete und somit das "Römische Sultanat", bezugnehmend auf die oströmisch-byzantinische Kaiserreich bezeichnete. Seine Hauptstadt wurde Ikonion.
Das Sultanat befand sich in einem dauernden Konflikt mit dem byzantinischen Reich, stellte aber auch gleichzeitig einen Pufferstaat zwischen Byzanz und der muslimischen Welt dar. Zu wesentlichen Verschiebungen der Grenze mit Byzanz kam es nicht. Ikonion wurde sogar für einige byzantinische Renegaten zum Exil.
Das Sultanat geriet 1243 unter die Herrschaft der Ilchane und löste sich bis 1307 auf. Die aufstrebenden Osmanen traten zu Beginn des 14. Jahrhunderts das Erbe der Seldschuken in Anatolien an.
