Superman

Die Comicfigur Superman (eine Lehnübersetzung von dt. »Übermensch«) ist der Begründer des Superheldengenres.

Der von Jerry Siegel und Joe Schuster geschaffene »Mann aus Stahl« erschien erstmals 1933 in ihrem Fanzine Science Fiction. Der Titel des Comics lautete "The Reign of the Superman". Inhaltlich geht es darum, dass der Superman zur bösen Seite wechselt, nachdem er seine Super-Kräfte von einem bösen Wissenschaftler, welcher große Ähnlichkeit mit Supermans späterem Todfeind Lex Luthor hat, erhielt.

Die folgende Zeit stellte sich nicht als sonderlich erfolgreich für Superman heraus. Siegel und Schuster versuchten ihren Comic an Zeitungen zu verkaufen, doch blieben ohne Erfolg. Eine Wende trat erst im Jahre 1938 ein als ihr Superman-Comic schließlich von DC Comics gekauft wird. Siegel und Schuster verkauften also ihren Superman-Comic nicht an eine Zeitung wie ursprünglich geplant, sondern an einen tatsächlichen Comic Verleger. Sie erhalten also einen Scheck über $130 für insgesamt 98 panels, angeordnet auf 13 Seiten und treten damit gleichzeitig ihre Rechte ab.

1938 erschien dann das Heft Action Comics No. 1, das seitdem regelmäßig beim amerikanischen Comicverlag DC Comics erscheint und das am längsten ohne Unterbrechung erscheinende Comicheft der Welt ist, es gab jedoch eine zweimonatige Pause.

Inhaltsverzeichnis

Die Geschichte

Die Herkunftsgeschichte wurde im Laufe der Jahre immer wieder verändert, bleibt im Kern aber immer ähnlich. Superman stammt vom Planeten Krypton. Er wird (als Kleinkind oder als Ungeborener in einer Geburtsmatrix) mit einer Rakete von seinem Vater zur Erde geschickt, bevor der Planet explodiert. Die Rakete landet im amerikanischen Bundesstaat Kansas, am Stadtrand Smallvilles. Der Junge wird von dem kinderlosen Farmer-Ehepaar Jonathan und Martha Kent gefunden. Sie geben ihm den Namen Clark und ziehen ihn groß. In seiner Pubertät erkennt er seine besonderen Kräfte (die er in einer früheren Version schon als Kind besaß und im Teeniealter Abenteuer als Superboy erlebt) und erschafft sich seine zweite Identität: Superman. Er kämpft gegen Verbrecher (in einer früheren Version sogar gegen die Nazis und die Japaner). Nach dem Zweiten Weltkrieg bekommt er schließlich Gegner, die ebenfalls über Superkräfte verfügen. Er selbst kann fliegen (bis 1950 nur besonders hoch und weit springen), ist stark wie eine Armee, schnell wie eine Pistolenkugel und nahezu unverwundbar.

Im Alltag arbeitet er als Clark Kent für den Daily Planet, die wichtigste Zeitung in seiner Heimatstadt Metropolis. Mit der Zeit avancierte Lex Luthor (mal als verrücktes wissenschaftliches Genie, mal als Multimilliardär) zum wichtigsten Gegner Supermans, da er immer wieder Intrigen gegen ihn schmiedet. Aber Supermans Gegnergalerie ist noch um einiges größer und umfasst sogar Muhammad Ali. Eine Affäre verbindet ihn mit seiner Kollegin Lois Lane, die zwar Superman anhimmelt, von dem vermeintlich tolpatschigen Clark Kent jedoch nichts wissen wollte; seit einigen Jahren sind die beiden nun doch verheiratet.

1945 erst wurde das von seinem Heimatplaneten stammende Mineral "Kryptonit" eingeführt, das ihm körperlichen Schaden zufügen kann.

In den 60ern war er Mitglied der Justice League of America und trug entscheidend dazu bei, dass die Superhelden eine Renaissance erlebten.

In den Medien

Superman wurde ein so großer Erfolg, dass er neben mehreren Comicserien auch in Hörspielen, Zeichentrickserien, Filmen und Computerspielen auftrat, die fast alle große Erfolge wurden. Aus der Serie sind mehrere andere Superhelden hervorgegangen, vor allem Superboy, Supergirl und Steel. Superman gilt als eine Ikone der Pop-Kultur. In den 1990er Jahren wurde der Erfolg Supermans langsam kleiner und so versuchte man, ihn zu modernisieren. 1986 schuf Comicautor John Byrne den Mann aus Stahl neu, indem er seine Herkunftsgeschichte modernisierte und anpaßte. Superman wurde seine Allmacht genommen und menschlicher gemacht. Er verlor gegen den relativ neuen Antihelden und intergalaktischen Kopfgeldjäger Lobo, wurde schließlich von Doomsday getötet, erstand schwächer wieder auf, verwandelte sich in ein Energiewesen das sich schließlich in ein blaues und ein rotes Wesen aufteilte und fand Anfang 2000 wieder zu sich selbst zurück. Seit dieser Umwandlung wird Clark Kent als der eigentliche Charakter angesehen, Superman als aufgesetzten Charakter, nicht wie z.B. in den Christopher-Reeve-Filmen, in denen Clark Kent der tollpatschige, aufgesetzte Charakter dargestellt wird. "Clark Kent ist meine Identität, Superman ist das was ich tun kann." (TV-Serie Lois & Clark)

Die Filme

Im Jahre 1978 kam nach langjähriger Produktionzeit der Film „Superman“ in die Kinos. Der Regisseur Richard Donner setzte viele bekannte Schauspieler wie Marlon Brando (†2004) oder Gene Hackman ein, doch in der Hauptrolle flog der Newcomer Christopher Reeve (†2004) mit rotem Cape und mit – in damaliger Zeit – revolutionären Spezialeffekten über die Leinwand. Bis heute zählen einige der Flugszenen aus diesen Film zu den besten. Nicht umsonst stand auf den Filmplakaten vor den Kinos „Sie werden glauben, dass der Mensch fliegen kann!“ Der Autor Mario Puzo hatte so viel Stoff geliefert, dass es für einen zweiten Teil reichte, welcher im folgenden Jahr (1979/80) ebenfalls für volle Kinos sorgte ("Superman II - Allein gegen alle"). Danach folgten noch zwei weitere Fortsetzungen, "Superman III – Der stählerne Blitz" (1983) und "Superman IV – Die Welt vor dem Abgrund" (1987). Nach den schlechten Einspielergebnissen von Superman IV wurde die Serie beendet.

Unter der Regie von X-Men-Regisseur Bryan Singer wird 2005 ein neuer Kinofilm unter dem Arbeitstitel "Superman Returns" gedreht, mit Brandon Routh in der Titelrolle. Kevin Spacey spielt Lex Luthor.

Die Serien

Superboy

Die Serie (100 Folgen) wurde von 1988 bis 1991 von Alexander und Ilya Salkind produziert. Interessant ist hierbei, dass im Laufe der Serie sowohl die Darsteller von Superboy (John Haymes Newton, Gerard Christopher) als auch von Lex Luthor (Scott Wells, Sherman Howard) abgelöst wurden. Kontinuierlich dabei blieb allerdings Stacey Haiduk als Lana Lang.

Superman – Die Abenteuer von Lois und Clark

Die Serie (88 Folgen) wurde in den USA produziert (von 1993 bis 1997) und machte die beiden Hauptdarsteller Dean Cain und Teri Hatcher – vorher ziemlich unbekannt – zu Stars.

Smallville

Seit 2001 produziert Warner Bros. eine neue Serie namens Smallville. Sie spielt chronologisch vor den Supermanfilmen sowie der Serie „Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark“ und zeigt das Leben des Teenagers Clark Kent (Tom Welling). Hierbei geht es weniger um einen in Strumpfhosen herumfliegenden Superhelden, sondern viel mehr um die alltäglichen Probleme eines Jugendlichen. Sowohl in den USA als auch in Deutschland ist Smallville zu einer sehr erfolgreichen Serie geworden, die ab Herbst bei uns in die 4. Staffel und in den USA ebenfalls ab Herbst in die 5. Staffel geht.


Siehe dazu den Hauptartikel: Smallville

Supermans Welt, Freunde und Feinde

Krypton

Supermans Heimatwelt, die nach Anomalien im Planeteninneren vollständig zerstört wurde.

Unabhängig von der Originalserie wird in Deutschland zur Zeit ein Film rund um Krypton produziert.

Kryptonit

Kryptonit taucht ab 1945 in der Superman-Serie auf.

Kryptonit gab es waehrend des SILVER AGES in verschiedensten Formen. Auch die Auswirkungen haben sich im Laufe der Zeit immer wieder geändert.

Mit der vorletzten Erneuerung der Superman-Historie (83/84) gab es nur noch einige wenige grüne Kryptonit-Steine auf der Erde. Diese wurden immer wieder gegen Superman verwendet. z.B. als Energiequelle für Metallo, als Ring von Lex Luthor (der zur Zeit im Besitz von Batman ist).

Mit der Zerstörung eines Kryptonit Meteor der die Erde vernichtet hätte, ist ein ganzer Schwung von Kryptonit-Gesteinen wieder auf der Erde gelandet, die in den unterschiedlchsten Farben geleuchtet haben. Wie sich dies auf die Geschichte auswirken wird, ist noch nicht bekannt. (siehe das Erscheinen von Supergirl (Kara Zor-El) 2005)

Metropolis

Supermans Heimat auf der Erde. Die Stadt entspricht ziemlich genau Chicago.

Lana Lang

Clark Kents Jugendliebe aus Smallville.

Lois Lane

Clark Kents Kollegin beim Daily Planet. Sie verehrt Superman, hält aber zunächst nichts von Clark Kent, da sie noch nichts von der Geheimidentität weiß. Später heiratet sie ihn.

Lex Luthor

In der Fernsehserie "Smallville", wo das Leben des jungen Supermans gezeigt wird, kann man sehen, dass Lex Luthor und Clark Kent (Superman) früher gute Freunde waren, nachdem Clark ihm das Leben gerettet hatte.

Später ist Lex Luthor der größte Gegenspieler Supermans. Obwohl aus armen Verhältnissen stammend, schuf Luthor mit der Firma Lexcorp ein Multi-Millionen-Dollar Imperium, das einzigartig in Metropolis, der Heimatstadt des Daily Planet, war. (In der Smallville-Serie allerdings basiert sein Vermögen größtenteils auf den Errungenschaften seines Vaters.)

Nachdem er Superman zahlreichen Tests unterzogen hatte, wurde er zum Erzrivalen des Helden und versuchte, ihn zu besiegen. Trotz der vielen Versuche, Superman unter anderem mit Kryptonit zu zerstören, konnte Luthor den Kampf nicht gewinnen.

Luthor und Superman konkurrierten um die Journalistin Lois Lane. Trotz aller Versuche konnte Luthor deren Herz nicht erobern: sie heiratete im späteren Verlauf der Serie Superman, was Luthor extrem eifersüchtig machte.

Seinen bisher größten Triumph erzielte Luthor mit seiner Wahl zum Präsidenten der USA. Mittlerweile wurde er auch unter der Mithilfe von Batman wieder gestürzt und seines Vermögens beraubt. Nur die Zukunft wird zeigen, wie sich diese Entwicklung auf den Charakter Lex Luthors auswirken wird.

Weblinks


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See also: Superman, 1933, 1938, 1960er, 1990er, 2001, Antiheld, Batman, Bryan Singer, Chicago