Sutur
thumb|Schädel des Menschen in Seitenansicht Die Sutur (lat. Sutura, "Knochennaht") ist die bindegewebige Nahtstelle zwischen zwei Schädelknochen. Sie gehört zu den unechten Gelenken.
Man unterscheidet am menschlichen Schädel (Cranium) folgende Hauptsuturen:
- Stirnnaht (Sutura frontalis): zwischen den beiden Stirnbeinen (Ossa frontalia)
- Lambdanaht (Sutura lambdoidea): zwischen Scheitelbein (Os parietale) und Hinterhauptsbein (Os occipitale)
- Pfeilnaht (Sutura sagittalis): zwischen beiden Scheitelbeinen (Ossa parietalia)
- Kranznaht (Sutura coronalis): zwischen dem Stirnbein (Os frontale) und dem Scheitelbein (Os parietale)
Die übrigen Suturen werden nach den jeweils aneinander grenzenden Knochen benannt, z.B. Sutura parietotemporalis zwischen Scheitel- und Schläfenbein.
Mit zunehmenden Lebensalter verknöchern die Suturen, so dass die Schädelknochen durch Knochengewebe miteinander verbunden sind (Synostose).
