Sweet and Lowdown

SWEET AND LOWDOWN ist ein Kinofilm im Genre Tragikomödie. Er wurde 1999 in der USA produziert.

Produktion:

Produktionsfirma: Magnolia Prod./Sweetland Films
Verleih: Kino: Arthaus
Video: Kinowelt Home
DVD: Kinowelt Home (1.85:1, DD 1.0 engl./dt.)
Länge: 95 Minuten
FSK: ab 6; f
Erstaufführung: 30.3.2000/10.10.2000 Video & DVD
fd: 34172

Besetzung:

Produktion: Jean Doumanian
Regie: Woody Allen
Buch: Woody Allen
Kamera: Zhao Fei
Musik: Dick Hyman
Schnitt: Alisa Lepselter

Darsteller: Sean Penn (Emmet Ray), Samantha Morton (Hattie), Uma Thurman (Blanche), Anthony LaPaglia (Al Torrio), Gretchen Mol (Ellie), John Waters (Mr. Haynes), Woody Allen (Woody Allen)

Zusammenfassung:

"Sweet and Lowdown" ist Woody Allens Hommage an die Swing-Ära und in seiner Leichtigkeit vielleicht einer seiner schönsten Filme. Erzählt wird das Leben des fiktiven Jazzgitarristen Emmet Ray, ein Rüpel und Trinker, der in seiner Freizeit Ratten auf der städtischen Müllkippe erschießt. Nur wenn er zur Gitarre greift, lässt er Frauenherzen schmelzen und versöhnt die Veranstalter mit seinen Eskapaden.

Den roten Faden bildet Rays Beziehung zu der stummen Wäscherin Hattie. Der selbstverliebte Musiker bedient sich des Mädchens gleichgültig gegenüber ihren Gefühlen. Schließlich wirft er sie weg, um sich der mondänen Möchtegern-Schriftstellerin Blanche zuzuwenden, die ihn wiederum wegen eines Berufskillers verlässt. Der gekränkte Musiker sucht nach Hattie und muss erfahren, dass gebrochene Herzen manchmal nicht heilen und es auch in der Liebe nicht immer eine zweite Chance gibt.

"Sweet and Lowdown" ist nicht die erste fiktive Biografie im Werk von Woody Allen. Die Handlung wird öfter unterbrochen von Interviews mit Zeugen der Jazz-Ära. Teilweise handelt es sich um wenig bekannte, aber echte Jazzmusiker. Durch diesen dokumentarischen Stil entsteht ein vielschichtiges und manchmal widersprüchliches Bild. Die Interviews bekräftigen die Aussage, dass Künstler als Menschen manchmal eine schwer zu verkraftende Enttäuschung sind und sich die Schönheit der Kunst nicht unbedingt im Charakter des Künstlers widerspiegelt.

In einer Schlüsselszene fragt eine Bewunderin Ray, woran er beim Spielen seiner wunderbaren Musik denn eigentlich denke. Der Gitarrist sagt umunwunden, dass er meistens darüber nachdenkt, wie schlecht er für seine Musik bezahlt wird. Es ist nicht die einzige Irritation, die der Charakter des fiktiven Gitarristen beim Zuschauer hinterlässt. Dennoch gelingt es Allen den Ton humorvoll und beiläufig zu halten. Sean Penn gibt den Macho-Gitarristen als grundehrlichen und völlig unreflektiert agierenden Menschen. Und der Gitarrist Howard Alden leiht ihm seine "Stimme".

See also: Sweet and Lowdown, 1999, Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, John Waters, Kinofilm, Samantha Morton, Sean Penn, Tragikomödie, USA, Uma Thurman