Sylvie Vartan

Sylvie Vartan (* 15. August 1944 in Iskretz, Bulgarien) ist eine sehr populäre französische Chanson- und Pop-Sängerin sowie Schauspielerin. Sie ist die Tochter des Schauspielers Eddie Vartan, die Schwester des Komponisten Eddie Vartan, die Tante des Schauspielers Michael Vartan und die Ex-Frau des französischen Rock-Superstars Johnny Hallyday.

Sylvie Vartan kam 1952 nach Paris. 1961 nahm im Alter von 17 Jahren zusammen mit Frankie Jordan ihre erste Platte - Panne d'essence - auf. Hier klang die Künstlerin noch sehr kindlich. Im Januar 1962 hatte sie ihren ersten großen Hit in den französischen Charts: Quand le film est triste. Zur gleichen Zeit stand ihr zukünftiger Ehemann Johnny Hallyday mit dem Song Retiens la nuit auf Platz Eins. Die beiden heirateten 1965. Aus dieser Ehe, die 1980 geschieden wurde, stammt der 1966 geborene Sohn David Hallyday, der ebenfalls Sänger und Schauspieler ist.

Vartan galt in den 60er Jahren als absolutes Teenager-Idol in Frankreich. Est-ce que tu le sais?, Tous me copains, Dansons (alle 1962), En écoutant la pluie, I'm Watching You, Si je chante, La la la (1963), La plus belle pour aller danser, Sha-la-la, L'homme en noir (1964), Dans tes bras, Cette lettre-là, Quand revient la nuit (1965), Mister John B, Ballade pour un sourire (1966), Par amour, par pitié, 2'35" de bonheur, Un peu de tendresse, Moi (1967), L'oiseau, Baby Capone, Irresistiblement (1968), On a toutes besoin d'un homme, Face au soleil, Apprends-moi (1969) waren einige ihrer vielen Hits. Sie entsprachen dem damaligen Zeitgeist und hatten nur wenig mit dem klassischen Chanson gemeinsam, den zeitgleich zum Beispiel Barbara oder Mireille Mathieu aufnahmen. Sylvie Vartans Musik war eher im 60s-Pop, Beat und Schlager verwurzelt. Nicht selten nahm sie internationale Hits auf französisch auf - wie zum Beispiel von Little Eva The Locomotion - Le Locomotion (1962). Damit galt sie als erster Topstar der sogenannten Ye-Ye-Girls (französische Teenager-Pop-Bewegung der 60s).

Vartan unternahm etliche Versuche, den deutschen Plattenmarkt zu erobern. Auch wenn sie eine gewisse Popularität erlangte, blieb sie weit hinter den Erfolgen von Francoise Hardy, France Gall und vor allen Dingen Mireille Mathieu zurück. Auch englischsprachige Platten, die in den USA und Großbritannien veröffentlicht wurden, vermochten der Sängerin nicht zum Durchbruch in den dortigen Charts zu verhelfen. Nur einmal schaffte sie den Sprung in die Bestenlisten: 1984 sang sie zusammen mit John Denver das Duett Love Again und landete auf # 85 der US-Charts.

In Frankreich blieb sie weiterhin erfolgreich. In den 70er Jahren wechselte sie mehrmals Image und Genre. Ob Pop, Folk, Disco, Cabaret, Musical - die Sängerin schlüpfte in die unterschiedlichsten Rollen und konnte so eine der erfolgreichsten frankophonen Karrieren gestalten. Nebenbei widmete sie sich immer wieder der Schauspielerei. Ihr letztes Studio-Album (2004) war schlicht nach ihr betitelt: Sylvie Vartan (bei Mercury Records erschienen). 2005 wurde das Live-Album Live au Palais des Congrés 2004 veröffentlicht.


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See also: Sylvie Vartan, 15. August, 1944, 1952, 1961, 1962, 1963, 1964, 1965, 1966