Sympatrische Speziation

Sympatrische Speziation ist Artbildung ohne Separation.

Sympatrische Artbildung durch Polyploidisierungsvorgänge

Es werden zwei Formen unterschieden:

  1. Allopolyploidisierung: (allo = verschieden) Nach einer Artkreuzung (oder auch Gattungskreuzung), die normalerweise zu unfruchtbaren (sterilen) Mischlingen führt, erfolgt durch (zufällige) Verdoppelung des Chromosomenbestandes (Genom-Mutation) ein polyploides Lebewesen, welches normale Fruchtbarkeit zeigt. Stammt das Lebewesen aus so einem Vorgang ab, nennt man es tetraploid (vier Chromosomensätze) oder auch amphidiploid (zweimal zwei (nämlich verschiedene) Chromosomensätze). Beispiele: Kulturweizen, Josta-Beere
  2. Autopolyploidisierung: (auto = selbst) Hier erfolgt die Verdoppelung des Chromosomensatzes ohne eine vorhergehende Artkreuzung. Die Nachkommen sind streng tetraploid (hier: vier gleiche Chromosomensätze). Beispiel: Tetra-Roggen

Artbildung durch Polyploidisierung ist ein schlagartiger Isolationsvorgang, der von Individuen ausgeht und zu neuen Arten führt, die mit den Ausgangsformen nicht fruchtbar kreuzbar sind. Artbildung durch Polyploidisierungsvorgänge spielt nur im Pflanzenreich eine Rolle, da es bei polyploiden Tieren zu Störungen in der Geschlechtsausbildung kommt.

Siehe auch: Evolution

See also: Sympatrische Speziation, Artbildung, Chromosom, Chromosomensatz, Evolution, Fruchtbarkeit, Isolation, Pflanzen, Steril, Tiere