Synkretismus (Begriffsklärung)

Synkretismus ist ursprünglich in der Religionswissenschaft die Bezeichnung für Mischung verschiedener Religionen, Philosophien, Weltanschauungen, Kulte, Stilrichtungen und Gedankensysteme, indem Elemente aus verschiedenen schon bestehenden zu einem neuen System verbunden werden.

Das Wort stammt vom Namen der Insel Kreta ab. Plutarch bezeichnete so den Zusammenhalt der Kreter gegen äußere Feinde trotz sehr unterschiedlicher Kulte. Mit dem lateinischen Wort credo hat der Begriff nichts zu tun.

Inhaltsverzeichnis

Sykretismus in Religionen

siehe dazu Synkretismus

Synkretismus in den Sozialwissenschaften

In den Sozialwissenschaften wird der Terminus auch zur Beschreibung von Konzepten oder Theorien benutzt, die aus der Vermischung von Anleihen vorausgegangener Konzepte oder Theoriemodelle entstanden.

Synkretismus in der Sprachwissenschaft

In der Sprachwissenschaft werden identische Wortformen innerhalb eines Wortparadigmas als Synkretismen bezeichnet. Im Englischen ist bspw. die Wortform play ein Synkretismus:

Obwohl es sich um sechs verschiedene Wortformen handelt, ist nur eine (plays) morphologisch markiert und verweist eindeutig auf die grammatische Kategorien 3. Person und Singular. Die restlichen stellen Synkretismen dar.

Ekletizismus

In der Philosophie und in der Kunst wird statt des Begriffs Synkretismus meist der Begriff Eklektizismus benutzt.

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