Synthetic Aperture Radar
Wie der Begriff Synthetic Apertur Radar (SAR) aussagt, wird die Antennenapertur auf synthetischem Wege erzeugt. Dies geschieht dadurch, dass eine relativ kleine Antenne mit einem breiten Antennenstrahl sich im Raum auf einer genau vermessenen Bahn bewegt, und zeitlich nacheinander ein Zielgebiet erfasst. Mit diesen Messdaten über einen längeren Zeitbereich lässt sich dann rechnerisch unter Anwendung des Huygensschen Prinzips ein stark gebündelter Antennenstrahl berechnen, der im Gegensatz zur Einzelmessung eine hohe räumliche Auflösung hat. Um eine hohe Entfernungsauflösung bei längeren Pulsen, die eine geringere Spitzensendeleistung erfordern, zu erreichen, werden frequenzmodulierte Pulse (Chirp) gesendet. Im Empfänger findet mittels eines "matched filters" die Pulskompression statt. Im Gegensatz zum SLAR ( Side-Looking-Airborne-Radar) ist beim SAR eine vollkohärente Frequenzaufbereitung erfoderlich, da eine Dopplerauswertung stattfindet.
Anwendungen
Mit dem Synthetic Aperture Radar wird von Satelliten die Erde beobachtet. Es wurde von den Raumsonden Pioneer-Venus und Magellan nach dem SAR-Verfahren der Planet Venus kartiert. Die Raumsonde Cassini-Huygens kartiert nach dem SAR-Verfahren den Saturnmond Titan.
Siehe auch
- ERS-2, Shuttle Radar Topography Mission, SRTM-Daten, Lacrosse (Satellit), SAR-Lupe, Magellan, Pioneer-Venus, Cassini-Huygens
