Systemanalyse
Bei der Systemanalyse konstruiert der Betrachter des Systems ein Modell.
Dabei trifft er eine Auswahl bezüglich der Elemente und Beziehungen des Systems.
Dieses Modell ist ein begrenztes, reduziertes, abstrahiertes Abbild der Wirklichkeit, mit dessen Hilfe Aussagen über vergangene und zukünftige Entwicklungen und Verhaltensweisen des Systems in bestimmten Szenarien gemacht werden sollen.
Arbeitschritte einer Systemanalyse
- Festlegen der Systemgrenzen zur Unterscheidung von System und Umwelt.
- Feststellen derjenigen Systemelemente, die für die Fragestellung als relevant betrachtet werden.
- Feststellen derjenigen Beziehungen zwischen den Systemelementen, die für die Fragestellung als relevant betrachtet werden.
- Feststellen der Systemeigenschaften auf der Makroebene.
- Feststellen der Beziehungen des Systems zur Umwelt bzw. zu anderen Systemen, wenn von der Betrachtung des Systems als isoliertes oder geschlossenes System zum offenen System übergegangen wird.
- Darstellung der Analyseergebnisse:
- qualitativ: Concept map, Fluss-Diagramm, Wirkungsdiagramme
- halbquantitativ: Pfeildiagramm (je-desto-Beziehungen)
- quantitativ: x-y-, x-t-Diagramme u. a., mathematische Gleichungssysteme
Für die Systemanalyse werden formale Methoden und grafische Methoden eingesetzt.
Beispiel Informatik
Unter Systemanalyse wird in der Informatik die erste Phase des Softwareerstellungsprozesses verstanden. Es wird hier untersucht, was ein (Software-)System leisten soll. Es wird versucht ein Modell des zukünftigen Systems aus der Sicht des Anwenders zu erstellen.
Es wird nicht untersucht, wie das System implementiert wird und es werden auch keine Entscheidungen über die Implementierung vorweggenommen.
Siehe auch:
Kategorie:Systemtheorie
