Tadao Ando
Tadao Ando (安藤 忠雄 Andō Tadao), (* 13. September 1941 in Ōsaka) ist ein japanischer Architekt und Pritzker-Preis-Träger 1995, dem weltweit renommierteste Preis in der Architektur.
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Leben
Ando wurde am 13. September 1941 in Ōsaka geboren. Er wuchs im Nachkriegsjapan bei seiner Großmutter auf. Schon als Kind begann er als Zimmermann zu arbeiten. Seine bewusste Auseinandersetzung mit der Architektur begann, als er im Alter von 15 Jahren auf ein Buch über Le Corbusier stieß. Als Autodidakt eröffnete Ando 1969 in Osaka ein eigenes Atelier, das er Tadao Ando Architect & Associates nannte. Er ist zur Zeit wohl der bekannteste Architekt Japans. Ando unterrichtete an verchiedenen Universitäten in USA, an der IAA/ Sofia und seit 1997 an der Tokyo University. Seit 2003 ist der emeritiert.
Architektur
Bild:hombroich raketenstation museum sammlung lange 191004 01.jpg | Bild:hombroich raketenstation museum sammlung langen 191004 03.jpg | Bild:PICT0004wiki.jpg | Bild:Forth Worth Texas Modern Art Museum 2003.jpg |
Die Architektur Andos ist durch einen konsequenten Purismus gekennzeichnet. Sein bevorzugtes Material sind Betonplatten. Für die Grundform der Gebäude greift er auf einfache geometrische Formen zurück, wobei er häufig mit Wiederholungen arbeitet. Die Ausführung der Innenräume erfolgt auf der Grundlage asketischer Prinzipien: die Raummitte wird als Ort der Sammlung begriffen, die Helligkeit wird über Lichtschlitze in den Wänden bestimmt. Ziel der Gestaltung der Räume ist ein "Finden zu sich selbst" beziehungsweise die Förderung seelischer Erholung. Es gibt einige größere Öffnungen als "Bild-Fenster" zur Außenwelt.
Ando ist der einzige Architekt, der die vier renommiertesten Auszeichnungen seiner Zunft erhalten hat: den Pritzker, Carlsberg und Kyoto Preis sowie den Praemium Imperiale. Der Name: Tadao Ando, einer der größten lebenden Architekten. Indem er Einflüsse aus der japanischen Tradition mit den markanten Aspekten des Modernismus kombiniert, hat Ando eine vollkommen neuartige Ästhetik des Bauens entwickelt, bei der Beton, Holz, Licht, Raum und Natur in einer Art und Weise eingesetzt werden, die es nirgendwo sonst in der Architektur jemals gab. Andos vielfach ausgezeichnete Privathäuser, Kirchen, Museen, Wohnanlagen und Kultureinrichtungen finden sich in Japan sowie in Frankreich, Italien, Spanien und den Vereinigten Staaten.
2004 erhielt Ando den Auftrag, das Museum der Fondation François Pinault pour l'Art Contemporain auf einer Seine-Insel in Boulogne-Billancourt, westlich von Paris, zu errichten. Baubeginn voraussichtlich Anfang 2005, Kosten ca. 165 Mio Euro.
Wichtige Bauten (Auswahl)
- Haus Azuma - Osaka (1976)
- Rokko - Wohngebäude in Kobe (1981-1983)
- Church of the Light, Osaka (1983)
- Festival - Einkaufszentrum in Naha Okinawa, Japan
- Childrens Museum Himeji in Hyogo (1988-89)
- Kirche des Lichts, Ibaraki (1989-1990)
- Konferenz- und Tagungsgebäude der Vitra-Fabrik, Weil am Rhein (1989-1993)
- Naoshima Contemporary Art Museum (1989-92, 1997)
- water temple, awaji island, hyogo (1991)
- expo '92, Japan Pavillon, Sevilla (1992).
- Fabrica (Benetton Research Center), Treviso, Italien (2000)
- Pulitzer Foundation for the Arts in St. Louis, Missouri, 2001
- Modern Art Museum of Fort Worth in Fort Worth, Texas, 2002
- Kunsthaus der Langen Stiftung Raketenstation Hombroich, Deutschland, 2004
Preise
- 1979 Annual Prize des Architectural Institute of Japan (für ein Beton-Reihenhaus in Sumiyoshi in Osaka, dass ein älteres traditionelles Holzreihenhaus (nagaya) ersetzte.)
- 1985 5th Alvar Aalto Medal, Finnish Association of Architects
- 1989 Gold Medal, French Academy of Architecture
- 1990 Osaka Art Prize
- 1992 Carlsberg Architectural Prize
- 1995 Chevalier de l'ordre des Arts et des Lettres
- 1995 Pritzker Architecture Prize Laureate
- 1997 Royal Gold Medal, Royal Institute of British Architects; Officier de l'ordre des Arts et des Lettres
- 2002 Kyoto-Preis
Literatur
- Akimoto, Yuji ;Ando, Tadao: The Chichu Art Museum : Tadao Ando builds for Walter de Maria, Claude Monet and James Turrell. Ostfildern : Hatje Cantz, 2004
- Mit dem Gewöhnlichen das Besondere schaffen : Tadao Ando, der Meister des Betons, baute auch Kirchen aus diesem Material. In: Kunst und Kirche, (2003), 3
- Frampton, Kenneth;Ando, Tadao: Tadao Ando - Light and Water. Basel ; Berlin [unter anderem ] : Birkhäuser, 2003
- Asensio, Paco;Cuito, Aurora:Tadao Ando. Düsseldorf ; New York, NY [unter anderem ] : teNeues, 2003
- Retour aux origines : Tadao Ando à Awaji. In: Connaissance des arts, (2001), 582
- Pare, Richard;Ando, Tadao;Heneghan, Tom:Die Farben des Lichts : Tadao-Ando-Architektur. Berlin : Phaidon, 2000
- Dal Co, Francesco: Tadao Ando complete works. London : Phaidon, 2000
- Tadao Ando - Building Calm : self-thaught Japanese architect Tadeo Ando has spent a lifetime honing his own rigorous simplicity. In: Graphis, Bd. 56 (2000), 327
- Barth, Steffen: Tadao Ando : Museum der Weltkulturen im Rhein. Berlin : Vice-Versa-Verl., 1999
- Ohashi, Tomio: Ando Architects. Tokyo [unter anderem ] : Kazukiyo Matsuba, 1998
- Ando, Tadao: Tadao Ando, architecture and spirit. Barcelona : Gili, 1998
Weblinks
- Internetpräsenz von Tadao Ando en.
- Umfassende Homepage über Tadao Ando en.
- Tadao Ando in archinform de.
- Tadao Ando in Great Buildings en.
- Tadao Ando "Pritzker Architecture Prize Laureate 1995" en.
- Interview in db designboom en.
Ando, Tadao
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Ando, Tadao
Ando, Tadao
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ando, Tadao |
| ALTERNATIVNAMEN | Andō, Tadao; Andô, Tadao; jap. 安藤忠雄 |
| KURZBESCHREIBUNG | japanischer Architekt |
| GEBURTSDATUM | 13. September 1941 |
| GEBURTSORT | Osaka/ Japan |
| STERBEDATUM | |
| STERBEORT | |
