Tagebuch
Ein Tagebuch ist eine individuell geführte Aufzeichnung über die Ereignisse verschiedener Tage. Meistens wird es zum eigenen Verständnis (Selbstvergewisserung) geschrieben. Dient es mehr als persönliches Nachschlagewerk, so spricht man auch von Journal. Das Deutsche Tagebucharchiv sammelt private Tagebücher.
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Geschichte
Die Tradition des Tagebuchschreibens ist eng verknüpft mit der christlichen Selbstreflexion. So wurden etwa die Bekenntnisse des Augustinus.
So hinterließ der Engländer Samuel Pepys ein zehnbändiges, in Geheimschrift geschriebenes Tagebuch, das mit dem 1. Januar 1660 beginnt, Schauplatz von Pepys' täglichem Kampf mit seiner Eitelkeit und Prunksucht, aber auch seinen Ängsten vor Strafen, Krankheiten und Tod. Sein Tagebuch wuchs auf dem Boden des Puritanismus, einer von vielen religliösen Bewegungen, die sich gegen die offizielle Kirche richteten. Da die Instanz Kirche für das Individuum nicht mehr zuständig ist, muss die Selbstreflexion in Verantwortung gegenüber Gott und der mit dem Glauben verbundenen Moral im Tagebuch stattfinden.
Beispiele bedeutender Tagebücher
- Das Tagebuch der Anne Frank
- Die Tagebücher von Max Frisch, 1946-1949 und 1966-1971
- Hitler-Tagebücher (Fälschung)
- Samuel Pepys, Tagebuch 1660-1669
Für Autoren, die Tagebücher geschrieben haben, siehe auch: Kategorie:Tagebuch
Ausgaben
- Anne Frank Tagebuch. Frankfurt am Main, Fischer Taschenbuch Verlag 2002, ISBN 3-596-15277-1.
- Max Frisch Tagebuch 1946-1949. Frankfurt am Main, Suhrkamp 1985, ISBN 3-518-37648-9.
- Max Frisch Tagebuch 1966-1971. Frankfurt am Main, Suhrkamp 1985, ISBN 3-518-36756-0.
Siehe auch
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