Tanasee

Der Tanasee (auch Tsanasee oder Dembeasee) ist ein See im Hochland von Abessinien (Ost-Afrika).

Dort liegt er in einem kesselförmigen großen Becken rund 370 km nordwestlich von Addis Abeba und rund 70 km südlich von Gonder. Auf 1.830 m über Normalnull ist er 67 km lang, rund 15 bis 52 km breit, bei der Fläche von 2.980 km² (lt. Stecker). Letzterer maß 72 m als größte Tiefe im inselfreiem Raum, Hericourt aber 197 m bei der Insel Meteraha.

Mehr als 30 Flüsse ergießen sich in den von malerischen Bergen und fruchtbaren Hochebenen umgebenen See; der Abay (auch Abbai, der Blaue Nil) fließt in einem bogenförmigen Lauf durch ihn hindurch. Aus dem klaren Wasser erheben sich viele meist bewohnte Basaltinseln, deren größte Daga heißt.

Der See ist reich an Fischen und Nilpferden; Krokodile dagegen fehlen. An seinem südlichen Ufer liegt die Stadt Bahir Dar.


90px Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Der Wissensstand von damals kann inzwischen überholt sein. Wenn du der Meinung bist, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt, dann kann dieser Hinweis aus dem Artikel entfernt werden.

See also: Tanasee, Addis Abeba, Afrika, Bahir Dar, Becken (Geomorphologie), Blauer Nil, Gemeinfrei, Gonder, Hochland von Abessinien