Stanisław Jerzy Lec

Stanisław Jerzy Lec (* 6. März 1909 als de Tusch-Letz in Lemberg, heute Ukraine; † 7. Mai 1966 in Warschau, Polen) war ein polnischer Aphoristiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Nach dem Zweiten Weltkrieg trat Lec, der einem jüdischen Elternhaus entstammte, in den diplomatischen Dienst seines Landes ein. Bis zum Jahr 1950 lebte er als Presseattaché in Wien. Dann hielt er sich in Israel auf, bevor er 1952 nach Warschau zurückkehrte. Dort starb Lec im Jahr 1966.

In der 1970er Jahren, der Zeit der beginnenden freundlicheren Ostpolitik, wurden regelmäßig in der ZEIT eine Handvoll Aphorismen des - damals schon verstorbenen - polnischen Autors Stanisław Jerzy Lec veröffentlicht. Lecs Aphorismen warfen ein eigentümliches Licht auf einen stalinistisch geprägten polnischen Staat, von Polizisten beherrscht und mit dem seltsamen, beklemmenden Anspruch, das Denken kontrollieren zu wollen.

Die Übersetzung von Karl Dedecius wirkt sehr präzise. Jede Sentenz enthält eine knapp erzählte Geschichte. Man fühlt das Umfeld und ahnt die Hintergründe. Manchmal gibt es anfangs ein kleines Lächeln beim Lesen, das jedoch häufig einer Beklemmung weicht.

Zitate

20px Wikiquote: Zitate zu Stanislaw Jerzy Lec

Beispiele aus Alle unfrisierten Gedanken

Die Uhr schlägt. Alle.
Am Anfang war das Wort - am Ende die Phrase.
Der Anker ist das Symbol der Hoffnung. An einer Kette.
Hinter jeder Ecke lauern ein paar Richtungen.

Werke

Sammelbände


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Personendaten
Lec, Stanisław Jerzy
Geboren Stanisław Jerzy de Tusch-Letz
Polnischer Aphoristiker
6. März 1909
Lemberg, heute Ukraine
7. Mai 1966
Warschau, Polen

See also: Stanisław Jerzy Lec, 1909, 1966, 6. März, 7. Mai, Aphoristiker, Attaché, Die Zeit