Beutelteufel
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Der Beutelteufel (Sarcophilus harrisii) ist eine Tierart aus der Familie der Raubbeutler (Dasyuridae). Seinen negativ behafteten Namen bekam er wegen seines schwarzen Felles, seines lauten Kreischens und weil man ihm nachsagte, ein hinterhältiger Räuber zu sein. Wie so oft, wird auch der Beutelteufel diesem Ruf nicht gerecht.
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Verbreitung
Beutelteufel leben heute nur mehr auf Tasmanien, einer Australien vorgelagerten Insel, weshalb er auch als Tasmanischer Teufel oder Tasmanischer Beutelteufel bezeichnet wird. Einst war er auch auf dem australischen Festland verbreitet, dort dürfte er aber noch vor Ankunft der europäischen Siedler ausgestorben sein, womöglich durch die Konkurrenz der Dingos. Rund 500 Jahre alte Fossilien fand man an mehreren Orten in Australien.
Beschreibung
thumb|240px|Beutelteufel thumb|240px|Beutelteufel
Der Körperbau der Beutelteufel ist gedrungen und kräftig. Der Kopf ist kurz und breit, die Zähne sehr robust und ideal dafür geeignet, Knochen zu zerbrechen. Sein Fell ist meist schwarz oder dunkelbraun, abgesehen von einem weißen Kehlfleck und weißen Punkten an der Seite. Die Länge kann (einschließlich des 30 Zentimeter langen Schwanzes) bis zu 110 Zentimeter betragen, und sie erreichen ein Gewicht von bis zu elf Kilogramm.
Ernährung
Zwar ist der Beutelteufel bei seiner Nahrung nicht wählerisch, sowohl Insekten als auch Säugetiere wie Wombats, Wallabys, Schafe und Hasen als auch andere Wirbeltiere wie zum Beispiel Schlangen werden verzehrt. Jedoch ist er kein erfolgreicher Jäger, einen Gutteil seiner Beute machen verendende Tiere oder Aas aus.
Lebensweise
Beutelteufel sind während der Nacht aktiv, wo sie umherstreifen und mit Hilfe ihres gut entwickelten Geruchssinns nach Nahrung suchen. Tagsüber verbergen sie sich in Gruben oder im dichten Buschwerk. Abgesehen von der Paarungszeit sind sie Einzelgänger.
Fortpflanzung
Nach der Paarung, die meistens im März stattfindet, bringen Beutelteufelweibchen rund zwei bis vier Junge zur Welt, die die ersten vier Lebensmonate ausschließlich in deren Beutel verbringen. Der Beutel der Beutelteufel öffnet sich nach hinten. Mit acht Monaten sind die Jungtiere entwöhnt, mit zwei Jahren geschlechtsreif.
Bedrohung
Nachdem Beutelteufel in den 1940ern am Rande der Ausrottung standen, haben Schutzmaßnahmen wieder zu einem Ansteigen der Population geführt. In jüngster Zeit führte eine Seuche jedoch zu einem drastischen Schwinden der Population.
