Tauschhandel

Der Tauschhandel ist eine primitive Wirtschaftsform und die urspünglichste Form des Handels. Dabei werden Waren direkt gegen Waren oder Dienstleistungen getauscht ohne die Verwendung einer Währung.

In wirtschaftlichen Krisenzeiten kann der Tauschhandel auftreten. Meist übernimmt dann jedoch ein anderer Gegenstand die Rolle der Währung, z.B. Zigaretten im Nachkriegsdeutschland.

Eine Variante des Tauschhandels ist auch als Barter-Handel bekannt. In Zeiten knappen, bzw. teuren Geldes ist dieses eine ideale Möglichkeit, zusätzliche Umsätze zu tätigen und die Liquidität des eigenen Unternehmens zu schonen. Beim Barter-Handel werden Waren und Leistungen grundsätzlich nicht bilateral, sondern über einen Pool multilateral ausgetauscht (zu 100 % oder auch zu prozentualen Anteilen des Waren-/Dienstleistungswertes). Dabei wird der Wert der jeweiligen Handels-(Tausch)objekte weiterhin in der entsprechenden Währung ausgedrückt und unter den Teilnehmern des Pools verrechnet. Der Barter-Handel ist in Nordamerika weit verbreitet. In Europa wird der Barterhandel in der Schweiz von ca. jedem 5. Unternehmen (2004: ca. 63.500 Unternehmen) neben seinem herkömmlichen Handelsgeschäft betrieben. In vielen anderen europäischen Ländern wird der Barter-Handel zunehmend als Alternative für zusätzliche Handelsgeschäfte in gesättigten Märkten gesehen.

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