Taxi Orange

Taxi Orange ist eine Reality Show, die vom Österreichischen Rundfunk in den Jahren 2000 (1. Staffel) und 2001 (2. Staffel) mit großem Erfolg ausgestrahlt wurde.

Inhaltsverzeichnis

Die Sendung

Bei Taxi Orange lebt eine Gruppe von 13 jungen Menschen gemeinsam in einem Kutscherhof genannten Haus am Wiener Stadtrand. Als Taxifahrer verdienen sie ihren Lebensunterhalt, dafür haben sie zwei orangefarbene Taxi-Fahrzeuge (daher der Name) zur Verfügung. Die Wohnung, der Hof und die Fahrzeuge sind mit Kameras ausgestattet. Das gesamte Leben der Taxi-Orange-Kandidaten wird aufgezeichnet und in einer Zusammenfassung täglich ausgestrahlt. Einmal die Woche wählen die Zuseher ihren Lieblingskandidaten, der dann nach kurzer Bedenkzeit einen seiner Mitbewohner aus der Sendung ausschließt. Der letzte im Haus verbliebene Kandidat erhält 1 Million Schilling Preisgeld. Moderatorin der Sendung ist Dodo Roscic, als Außenmoderator fungiert Oliver Auspitz.

Das Format

wurde im Auftrag des ORF von Mischa Zickler entwickelt, der damit 2001 mit dem österreichischen Fernsehpreis Romy ausgezeichnet wird.

Der ORF verkauft das Format unter dem Namen Biri bizi gözetliyor ("Jemand beobachtet uns") an einen türkischen Sender, der es bis 2003 in insgesamt vier Staffeln mit ähnlich großem Erfolg ausstrahlt.

Die Kandidaten

werden in Österreich innerhalb weniger Wochen zu Stars.

Max Schmiedl, der Sieger der ersten Staffel, bringt im Anschluss an die Sendung ein erfolgreiches CD-Album heraus, wird 2002 Star der Comedy-Sendung echt fett und 2004 für ein halbes Jahr Moderator der Fußballshow Volltreffer auf ATVplus.

Andrea Konrad, genannt Magenta, wird Mitglied des Stiftungsrates des ORF.

Robert Höchtl, genannt Mama, outet sich bereits in der ersten Sendung als Schwuler und bleibt als solcher längere Zeit prominent. In der zweiten Staffel wirkte er neben Brigitte Xander und Robert Kratky in der Jury mit.

Walter Pirchl und HansJörg Trenkwalder gründen mit Crazy Orange eine mäßig erfolgreiche Popband.

Die Kandidaten der zweiten Staffel, obschon auch sie marktanteilsmäßig erfolgreich war, werden nach Ende der Sendung schnell vergessen. Die Sieger beider Staffeln, Max Schmiedl und Killy Kendlsbacher, spenden ihren Gewinn Licht ins Dunkel.

Nach dem Ende der zweiten Staffel werden die nun allseits bekannten Fahrzeuge dem SOS-Kinderdorf Hinterbrühl gespendet.

Die öffentliche Diskussion

Schon vor Beginn der Ausstrahlung setzt in Österreich eine ausführliche und heftig geführte Diskussion darüber ein, ob öffentlich-rechtliche Sender Reality-Formaten näher treten dürfen. Selbst im Nationalrat findet das Format Erwähnung. Nach Ende der ersten Staffel sieht sich der ORF genötigt, ein öffentliches Hearing zu Taxi Orange abzuhalten.

Weblinks

See also: Taxi Orange, 2000, 2001, 2002, 2004, ATVplus, Kamera, Körperschaft des öffentlichen Rechts, Licht ins Dunkel, Moderator (Person)