Terrestrische Strahlung

Terrestrische Strahlung ist eine Strahlung, die uns immer umgibt. Sie wird verursacht von Radionukliden, die bei der Entstehung des Universums gebildet wurden und nun aufgrund ihrer langen Halbwertzeit noch nicht zerfallen sind. Dazu gehören

Die terrestrische Strahlung wird somit von den natürlichen Radionukliden in den Böden und Gesteinen der Erdkruste emittiert. Diese sind in fast jedem Baustoff enthalten.

Wie jede ionisierende Strahlung kann auch die terrestrische Strahlung eine schädigende Wirkung auf die Zelle als kleinste biologische Einheit ausüben, indem sie die Erbsubstanz verändert oder zerstört.

Die Intensität der Strahlung wird in mSv/Jahr (Millisievert pro Jahr)angegeben. In Deutschland bewirkt die terrestrische Strahlung eine Strahlenbelastung von etwa 0,4 mSv/Jahr im Mittel, wobei die Werte regional sehr unterschiedlich ausfallen können. Die höchsten Werte findet man im Bayerischen Wald und anderen Mittelgebirgen (bis zu 1,3 mSv/Jahr), die niedrigsten in Norddeutschland (ca. 0,25 mSv/Jahr). In anderen Ländern können deutlich höhere Belastungen auftreten, im Iran z. B. 6 mSv/Jahr.

See also: Terrestrische Strahlung, Baustoff, Bayerischer Wald, Erbsubstanz, Halbwertzeit, Radionuklide, Strahlenbelastung, Strahlung