Teruel
Dieser Artikel behandelt die Stadt Teruel, für die nach der Stadt benannte Provinz siehe Teruel (Provinz).
Teruel, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der (autonomen Region Aragón im Nordosten von Spanien gelegen, hat 32.304 Einwohner (2003).
| Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Teruel liegt am Zusammenfluss des Río Guadalaviar und des Río Alfambra. Danach heißt der Fluss Turia. Die Stadt liegt in 915 m Höhe über NN und besitzt ein charakteristisches Klima mit heißen, trockenen Sommern und kalten Wintern.
Weltkulturerbe
Durch sein einzigartiges Erbe an Mudéjar-Kunst gehört Teruel zum Weltkulturerbe der UNESCO, die es seiner multikulturellen Vergangenheit verdankt.
Sehenswürdigkeiten
Neben den Mudéjar-Bauwerken, zu denen die Kathedrale Santa Maria und die Türme El Salvador, San Martín und San Pedro zählen, gehört auch das Mausoleum Los amantes de Teruel, das Paläontholgische Zentrum Dinópolis und seine reiche Natur zu den touristischen Attraktionen.
Am 7. Juli wird jährlich Teruels Patronatsfest mit charakteristischer Musik (Charanges), nächtlichen Tänzen und Stieren, die durch das Stadtzentrum getrieben werden, gefeiert. Teruel ist für seinen luftgetrockneten Schinken, seinen jamon serrano berühmt.
Geschichte
Teruel ist seit den Zeiten der Iberer besiedelt und wurde später von den Römern besetzt. Nach 711 besetzten es die Mauren unter Tarik. Unter König Alfonso II. wurde es christianisiert. Seine Bewohner nahmen an der Reconquista Valencias teil. Für ihre Teilnahme an den Kriegen erhielt Teruel 1347 die Stadtrechte. Während des Spanischen Bürgerkrieges, der in Teruel heftig tobte, traten u.a. hier aus Barcelona eintreffende Internationale Brigaden an die Front. Die Stadt wechselte mehrfach ihren Besitzer, wodurch sie praktisch vollständig zerstört wurde, bis General Varela sie vom Río Alfambra aus eroberte.
