Tetrahydrogestrinon

Tetrahydrogestrinon, auch THG genannt, ist ein Designer-Steroid, es gehört zur Gruppe der anabol androgenen Steroidhormone (AAS). THG ist von Gestrinon modifiziert und somit ein Derivat des männlichen Hormons Testosteron.

Der Stoff wurde speziell zu Dopingzwecken entwickelt, medizinische Wirkungen sind nicht bekannt und ist auch nicht als Medikament zugelassen. Es gibt heute noch keine wissenschaftliche Untersuchungen über die Wirkung von THG, somit kann nicht genau gesagt werden, welche Wirkungen und Nebenwirkungen der Stoff hat. Es wird angenommen, dass diese mit Gestrinon vergleichbar sind und keine bis kaum anabole Wirkung zeigt. In Kombination mit dem nicht nachweisbaren Wachstumshormon Somatotropin soll jedoch eine bessere und schnellere Regeneration erzielt werden können.

Chemisch ist es verwandt mit den Anabolika Gestrinon sowie Trenbolon. Es wird durch Reduktion von Gestrinon hergestellt.

Entwickelt wurde THG nach bisherigen Erkenntnissen von den durch Victor Conte geleiteten Bay Area Laboratory Co-Operative (BALCO).

Erkannt wurde die Substanz erstmals 2003 bei einer A-Probe (Urinprobe) eines Sportlers durch die USADA (United States Anti-Doping Agency). Der USADA wurde durch einen Trainer eine Probe in Form einer gebrauchten Spritze zugespielt. So konnte der Stoff erstmals analysiert und identifiziert werden.

THG ist namentlich 2004 noch nicht auf der Dopingliste der WADA bzw. des IOC. Es ist jedoch verboten, weil es unter die analogen Steroide fällt.

Sportler, welche 2003 angeblich den Stoff verwendet haben sollen und gegen die ermittelt wird, sind:

Siehe auch

Weblinks

See also: Tetrahydrogestrinon, 2003, Anabolika, Desoxymethyltestosteron, Doping, Dopingliste, Dwain Chambers, Internationales Olympisches Komitee, Nebenwirkung, Regeneration