Textilmaschine
Als Textilmaschine bezeichnet man die Gesamtheit aller Maschinen, die der industriellen Herstellung von Textilien dienen.
Zu ihnen gehören:
- Kardiermaschinen zur Ausrichtung und Reinigung der Fasern
- Spinnmaschinen zum Vor- und Fertig-Spinnen der Garne
- Webmaschinen zum Verweben der Garne zu Geweben
- Wirkmaschinen zum Wirken der Garne zu Gewirken
- Strickmaschinen zum Stricken der Garne zu Strickwaren
- Maschinen zum Ausrüsten der Vormaterialien, Garne, der fertigen Gewebe und anderer textiler Waren wie:
- Putz- und Schermaschinen
- Sengmaschinen zum entfernen der Haarigkeit der textilen Flächengebilde
- Bleichen
- Färbemaschinen zum Färben
- Waschmaschinen zur Reinigung zwischen und nach der Produktion
- Trockner (z.B. Spannrahmen) zum Trocknen von Geweben
- Zuschneidemaschinen für den Zuschnitt der Textilien
- Nähmaschinen für das endgültige Zusammennähen (Konfektionieren) zu einem gebrauchsfähigen Textil
Von allen diesen Maschinen haben die Nähmaschine und die Waschmschine über die Textilindustrie hinaus eine weite Verbreitung in viele private Haushalte gefunden.
Viele Textilmaschinen zeichnen sich durch einige Besonderheiten gegenüber dem allgemeinen Maschinenbau aus:
- sie arbeiten mit erheblichen Arbeitsgeschwindigkeiten bei der Produktion der Textilien
- sie unterliegen im Betrieb teilweise hohen Belastungen durch Temperatur, Druck und Chemikalien
- sie müssen im besonderen Maßen den Ansprüchen der Moden folgen und unterliegen daher einem hohem Innovationsdruck
- ihre Konstruktion muss heute nicht nur wirtschaftlichen, sondern auch zunehmend ökologischen Ansprüchen bzw. Zwängen dienen
- ihre Bedienung bedarf einer immer geringer werdenden Qualifikation der Arbeitskräfte
- der Automatisierungsgrad liegt deutlich höher als z.B. in der Automobilindustrie.
Bei der Herstellung von Textilmaschinen hat im 20. Jh. ein starker Konzentrationsprozess stattgefunden. Heute dominieren einige grosse Hersteller aus Deutschland, Schweiz und Norditalien mit einzelnen japanischen Firmen den Markt.
