Thalheim AG
| Wappen | |
|---|---|
| 98px|Wappen von Thalheim
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| Basisdaten | |
| Kanton: | Aargau |
| Bezirk: | Brugg |
| BFS-Nr.: | 4117 |
| PLZ: | 5112 |
| Koordinaten: | 47° 26' n. Br. 8° 6' ö. L. |
| Höhe: | 451 m ü. M. |
| Fläche: | 9.92 km² |
| Einwohner: | 777 (31. Dezember 2004) |
| Website: | www.gemeinde-thalheim.ch |
| Karte | |
| 299px|Karte von Thalheim
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Thalheim ist eine Gemeinde im Bezirk Brugg im Schweizer Kanton Aargau. Sie liegt etwa acht Kilometer südwestlich des Bezirkshauptorts im Schenkenbergertal. Im einheimischen Dialekt heisst das Dorf Thale (kurze, scharfe Betonung der ersten Silbe).
| Inhaltsverzeichnis |
Geographie
Das Dorf liegt am Ende des Schenkenbergertals, das sich in Ost-West-Richtung von der Aare bei Schinznach-Dorf bis zur Staffelegg erstreckt. Das Tal wird durch zwei Höhenzüge des Kettenjuras begrenzt. Die Gisifluh (772 Meter) und der Homberg (776 Meter) bilden die südliche Kette. Unmittelbar nördlich des Dorfes ragen drei Berge auf, die durch zwei Täler getrennt sind. Von Ost nach West sind dies der Kastelnberg (523 Meter), der Schenkenberg (631 Meter) und das Hard (776 Meter). Das westliche Tal macht nach wenigen hundert Metern einen Knick nach Westen und trennt das Hard vom Würz (801 Meter). Das östliche Tal verläuft Richtung Norden und geht in welliges Gelände über, das den Übergang zum Tafeljura markiert. Der Zeiher Homberg (782 Meter) bildet die nördliche Grenze. Neben dem eigentlichen Dorf Thalheim, das in Unter- und Oberdorf getrennt ist, gibt es rund ein Dutzend Einzelhöfe, die über das ganze Gemeindegebiet verteilt sind.
Die Fläche der Gemeinde beträgt 992 Hektaren, davon sind 440 Hektaren bewaldet und 56 Hektaren überbaut. Der höchste Punkt ist der Gipfel des Würz auf 801 Metern, die tiefste Stelle liegt auf 415 Metern.
Nachbargemeinden sind Zeihen im Norden, Schinznach-Dorf im Nordosten, Oberflachs im Osten, Auenstein im Südosten, Biberstein im Süden, Küttigen im Südwesten und Densbüren im Westen.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung von Thalheim erfolgte im Jahr 1064. Im Auftrag der Habsburger entstand zu Beginn des 13. Jahrhunderts die Burg Schenkenberg (erste urkundliche Erwähnung im Jahr 1243). Die Herrschaft Schenkenberg erstreckte sich im 15. Jahrhundert über einen Grossteil des heutigen Bezirks Brugg und wurde 1460 durch die Stadt Bern erobert. Thalheim lag nun in der Landvogtei Schenkenberg, die von der Burg aus verwaltet wurde. 1529 erfolgte die Einführung der Reformation. Wegen Baufälligkeit musste die Burg 1720 aufgegeben werden und der Landvogt zog ins nahe gelegene Schloss Wildenstein bei Veltheim. Die Burg Schenkenberg verfiel zu einer Ruine, diente während einigen Jahrzehnten als Steinbruch und gelangte 1918 in den Besitz der Aargauischen Vereinigung für Heimatschutz.
1798 eroberten die Franzosen die Schweiz und riefen die Helvetische Republik aus. Thalheim ist seither eine selbständige Gemeinde im Kanton Aargau. Ende des 19. Jahrhunderts geriet der einst bedeutende Weinbau in eine tiefe Krise, als die Rebberge durch Reblaus und Mehltau zerstört wurden. Viele Bewohner verloren ihre Existenzgrundlage und mussten aus ihrer Heimat wegziehen. Zwischen 1850 und 1980 nahm die Bevölkerungszahl um mehr als die Hälfte ab. Doch seither ist wieder eine Zunahme zu verzeichnen, auch wenn das Dorf noch nicht seine einstige Grösse wiedererlangt hat.
Sehenswürdigkeiten
Die Ruine Schenkenberg auf dem Gipfel des gleichnamigen Berges ist zu Fuss rund 30 Minuten vom Dorfzentrum entfernt.
Bevölkerung
| Bevölkerungsentwicklung | |
|---|---|
| Jahr | Einwohner |
| 1850 | 1117 |
| 1900 | 845 |
| 1930 | 672 |
| 1950 | 653 |
| 1960 | 604 |
| 1970 | 583 |
| 1980 | 555 |
| 1990 | 641 |
| 2000 | 744 |
Am 31. Dezember 2004 lebten 777 Menschen in Thalheim, der Ausländeranteil betrug 3,5 %. Bei der Volkszählung 2000 waren 76,6 % reformiert und 12,6 % römisch-katholisch; 1,6% gehörten anderen Glaubensrichtungen an. 98,5 % bezeichneten Deutsch als ihre Hauptsprache.
Behörden
Die Versammlung der Stimmberechtigten, die Gemeindeversammlung, übt die Legislativgewalt aus. Ausführende Behörde ist der Gemeinderat. Seine Amtsdauer beträgt vier Jahre und er wird im Majorzverfahren (Mehrheitswahlverfahren) vom Volk gewählt. Er führt und repräsentiert die Gemeinde. Dazu vollzieht er die Beschlüsse der Gemeindeversammlung und die Aufgaben, die ihm von Kanton und Bund zugeteilt wurden.
Die 5 Gemeinderäte sind:
- Theodor-Wernli-Maag, Gemeindeammann
- Albin Wernli-Senn, Vize-Gemeindeammann
- Peter Wernli
- Katrin Plüss-Bertschi
- Daniel Siegrist-Fux
Für Rechtsstreitigkeiten ist das Bezirksgericht Brugg zuständig. Thalheim gehört zum Friedensrichterkreis Veltheim.
Wirtschaft
Im Dorf gibt es etwa 250 Arbeitsplätze, fast ein Drittel davon in der Landwirtschaft, ansonsten im Kleingewerbe und in Dienstleistungsunternehmen. Die meisten Erwerbstätigen sind Wegpendler und arbeiten in der Region Aarau - Lenzburg - Brugg.
Verkehr
Thalheim liegt an der Hauptstrasse zwischen Schinznach-Dorf und der Staffelegg-Passhöhe, die dort auf die Hauptstrasse von Aarau nach Frick trifft. Das Dorf ist die Endstation einer Postautolinie, die von Brugg aus über Schinznach-Dorf ins Schenkenbergertal verkehrt.
Bildung
Die Gemeinde verfügt über einen Kindergarten und eine Primarschule. Die Oberstufe kann in Schinznach-Dorf (Bezirksschule, Realschule) bzw. Veltheim (Sekundarschule, Realschule) besucht werden. Die nächstgelegenen Kantonsschulen (Gymnasien) befinden sich in Aarau und Baden.
Weblinks
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