The Economist
The Economist [ðɪ ɪ'kɒnəmɪst] ist eine Wochenzeitung, die von The Economist Newspaper Limited in London herausgegeben wird.
Der sich in der Welt als wirklich globales Magazin etablierte Economist wurde zum ersten mal im September 1843 vom Schotten James Wilson herausgegeben. Er erreicht gegenwärtig eine Auflage von über 1.000.000 Exemplaren, von denen der größte Teil außerhalb Großbritanniens gelesen werden.
Herausgegeben wird der Economist von The Economist Group, zu der auch die European Voice, Roll Call (bekannt als die Zeitschrift des Capitol Hill) oder The Economist Intelligence Unit gehören. Derzeitiger Herausgeber ist Bill Emmott.
Das Hauptaugenmerk der Berichterstattung des Economist liegt auf den Bereichen Politik, Wirtschaft und Finanzen, aber auch Wissenschaft, Technologie und Kunst. Obwohl das jeden Donnerstag erscheinende Blatt sich selbst als Zeitung bezeichnet, wird es von vielen als Zeitschrift betrachtet.
Charakteristisch ist die globale Berichterstattung, die alle Teile der Welt abdeckt, und weniger über das Herkunftsland Großbritannien berichtet. Der Economist vertritt manchesterliberale Positionen und unterstützt neben dem Freihandel u. a. auch die Homosexuellenehe, den Subventionsabbau, die Legalisierung der Prostitution, die Freigabe weicher Drogen (z.B.Marijuana), eine liberale Einwanderungspolitik sowie härtere Waffengesetze in den Vereinigten Staaten. Der Economist unterstützte ebenso den Irak-Feldzug 2003 und ist für eine EU Mitgliedschaft der Türkei.
In einer Geschichte der Zeitung beschreibt das Blatt seine Redaktionslinie so: Neben der vehementen Verteidigung des Freihandels, sehen sie sich in der Tradition des britischen Radikalismus, sind in der extremen Mitte des politischen Spektrums angesiedelt. Sie sind gegen Privilegien, Pompäsität und Vorhersagbarkeit (privilege, pomposity and predictability). Die Zeitung unterstützte Konservative wie Ronald Reagan, Margaret Thatcher oder Bob Dole, Politiker der angloamerikanischen Mitte (Bill Clinton, Tony Blair) oder Linke wie Harold Wilson oder Ken Livingstone.
Ein Kennzeichen des Economist ist die sehr einfach gehalten Sprache, was ihn sehr gut verständlich macht, insbesondere für Menschen, deren Muttersprache nicht Englisch ist. Dabei zeichnet er sich durch eine ausgesprochene Meinungsfreudigkeit und einen intelligenten Witz aus.
Der Economist ist das letzte große Printmedium, das seine Artikel ohne Namensnennung der Autoren veröffentlicht. Selbst der Chefredakteur wird nicht namentlich im Heft erwähnt. Der Tradition des Blattes folgend unterzeichnet er nur einen einzigen Artikel namentlich - den seines Abschieds.
Bekannt ist der Economist auch für den von ihm stammenden Big-Mac-Index. Dabei dienen die Preise der Big Mac in unterschiedlichen Ländern als Maßstab über die Kaufkraft der Währungen dieser Länder.
The Economist unterhält Büros in Bangkok, Peking, Berlin, Brüssel, Kairo, Delhi, Edinburgh, Frankfurt am Main, Hong Kong, Johannesburg, Los Angeles, Mexiko-Stadt, Moskau, New York City, Paris, Riga, San Francisco, São Paulo, Tokio und Washington D.C.
