Theismus
Der Begriff Theismus (vom griechischen θεος theos Gott) ist die Bezeichnung für die religiöse oder philosophische Überzeugung vom Dasein eines höchsten, überweltlichen, persönlichen Wesens (Gott), das die Welt erschaffen hat, erhält und regiert.
Der Theismus begreift Gott als Schöpfer der Welt, der sie auch erhält und lenkt. Gott ist immanent und gleichzeitig darüber hinaus transzendent.
Innerhalb des Theismus kann unterschieden werden zwischen
- Monotheismus (es gibt nur einen Gott)
- Polytheismus (es gibt mehrere Götter); der Polytheismus entspricht aber meist nicht der obigen Definition, da Polytheisten oft keine explizite Schöpfung (im Sinne eines "die Welt aktiv bauen") kennen und ihre Götter als innerweltliche Mächte verstehen.
- Henotheismus und Monolatrie (es gibt mehrere Götter aber ich verehre nur einen)
Theistische Religionen sind z.B. Judentum, Christentum, Islam und Baha'i, sowie historisch die Griechische Religion und Römische Religion.
Der Theismus grenzt sich ab
- vom Atheismus, der den Glaube an Götter ablehnt,
- vom Agnostizismus, der die Erkennbarkeit der Existenz von Göttern ablehnt,
- vom Deismus, der in Gott den Schöpfer der Welt sieht, der aber nicht auf sie einwirkt,
- vom Pantheismus, der die Natur und Gott als identisch ansieht,
- vom Panentheismus, der die Welt als Teil einer sich entwickelnden Gottheit sieht
- vom Theokratismus, der in Gott nur den Herrscher, nicht aber den Schöpfer des Universums sieht
Die Bezeichnung wurde als ein kategorisierender Begriff der Religionsphilosophie in der Aufklärung (17. Jahrhundert) geprägt gegenüber dem Atheismus, aber auch als Abgrenzung zum Deismus.
